Dienstag, 27. Dezember 2011

Willstebumsen #10



Ach, ich weiß auch nicht warum.

Yeah, xx

Donnerstag, 22. Dezember 2011

Willstebumsen?! #9 - Nazis.



Besser kann man es nicht zusammenfassen.

Yeah, xx





Samstag, 19. November 2011

"Schön = Gut"




Es passiert ja selten, dass ich körperliche Schmerzen beim Lesen eines Artikels bekomme. Aber das, was sich die BravoGIRL in einer Ausgabe aus dem letzten Jahr erlaubt ist einfach nur eine gewaltige Frechheit. Es geht um Schönheit. Innere Schönheit? Ist doch für Anfänger! Hier zählen nur ...wissenschaftliche... Erkenntnisse, welche die jungen Hirne erleuchten sollen. Es geht mir heute um folgenden Artikel:

Warum ist Schönheit so wichtig?


Irgendwie mussten in den letzten Jahrtausenden Männlein und Weiblein zusammenfinden.
Wow, wie haben sie das nur ohne diesen Guide geschafft? Und existiert der Schönheitsglauben nicht erst seit so grob 600 Jahren? Wie ging das früher? Und, mal wieder: Was zur Hölle sollen eigentlich tendenziell lesbische/bisexuelle/wasauchimmer GIRLS denken? Dass sie abnormal sind und nicht in die bunte GlitzerGlitziWelt passen?

Dabei hat sich herausgestellt, dass die Schönlinge in den meisten Fällen fitter und gesünder waren als die hässlichen Entchen. Das hat sich in unser Verhalten eingebrannt. Schön = gut. Um die beste Wahl zu treffen, gucken wir uns automatisch die Kandidaten genauer an.
Schönheit hat mit biologischer Fitness nichts, aber auch gar nichts zu tun. Eher was mit kulturellen Maßstäben. Schönheit ist relativ. Genetische Fixierung aufs Aussehen ist sehr fraglich. Die wichtigen Faktoren bei der Partnerwahl haben mit ganz anderen Sachen zu tun, die sowas von unbewusst sind…Geruch, anderes Immunsystem, allgemein größtmöglicher genetischer Unterschied?



Müsste der Mensch sich nicht fortpflanzen, um weiter zu bestehen, gäbe es also keinen Sex auf der Welt, dann wäre es uns vermutlich vollkommen egal wie wir aussähen.
Aha, Sex ist also nur zur Fortpflanzung da?  Und wenn ich mich hübsch mache, dann nur, um flachgelegt zu werden?

Wir würden uns weniger pflegen und stylen, weniger Kohle für Klamotten ausgeben und weniger vor dem Spiegel ärgern.
Stimmt, dann würden wir nämlich nicht existieren.

Dass eine Frau heute täglich 37 Minuten im Bad verbringt, um sich herauszuputzen, hat demnach einen einzigen Grund: Sie möchte dem anderen Geschlecht gefallen – Emanzipation hin oder her.
Meine Güte, wo fang ich hier an. Emanzipation ist also Dreck, wir sind eh Sklaven unserer Evolution. Wir haben keinen anderen Sinn zu erfüllen, als uns fortzupflanzen. Und du, kleines Mädchen, sieh gefälligst zu, dass du dich hübsch machst und dir einen Kerl suchst. Weil wenn du nicht "schön" bist, wird das auch nichts.



Aber auch die Jungs müssen heutzutage mehr tun, als sich ein Mammutfell umzuhängen. Wer optisch nichts hermacht, hat bei der Partnerwahl keine guten Chancen.
Großartige Signale, die da an die 14-Jährigen ausgesendet werden. Wirklich, voll gut. Wer nicht "schön" ist, hat im Leben keine Chancen. Wer nur ein bisschen anders ist als der Durchschnitt, wird niemals Erfolg haben. Sagt mal, wollt ihr uns eigentlich verarschen? Respekt, Charakterstärke, Werte - braucht man nicht. Beziehungen bauen rein auf dem Äußerlichen auf, und existieren nur, damit man Sex haben kann. Japp, dass würde ich meiner Zielgruppe auch auf den Weg geben :A


Darum opfert der Durchschnittsmann immerhin 30 Minuten täglich dem Schönheitskult im Badezimmer. Jetzt weisst du aber noch nicht, ob DU eigentlich hübsch bist, nicht wahr?
Ehrlich gesagt, ich will's gar nicht wissen. 

Yeah, xx


Donnerstag, 17. November 2011

Nein. NEIN. Einfach...nein. NEIN.


Was soll uns das jetzt sagen? Einfach warten, dann geht die häusliche Gewalt wieder weg? Alter, warum macht die das? Katja Saalfrank...Nein, warum. Und aus Gewalt gegen Kindern kann man tollen Profit schlagen? Ich meine, sie schlachtet bei RTL ja schon Geld aus kaputten Familien. Aber NICHT AUCH NOCH SINGEN!

Yeah, xx

Mittwoch, 16. November 2011

Stalking für weit Fortgeschrittene – „So ist er, so küsst er“



Psychotests! Es gibt nichts Besseres, und bin ein großer Fan von diesen wissenschaftlich exakten Überprüfungen der Liebesfähigkeit in den Mädchenzeitungen. Und, was soll ich sagen – in der neuesten Ausgabe ist einer der besten Tests aller Zeiten. Ich weiß nicht, inwieweit das alles ernstgemeint ist – aber es klingt leider tatsächlich so.

Also, wie funktioniert der Test? Man hat eine Frage zu ein paar oberflächlichen Sachen, also Augenfarbe, Statur – und daraus lassen sich dann tiefe Einstellungen ableiten. Klingt logisch.

Also, los geht’s!

Frage 7 (ich überspringe mal ein bisschen, das sind 22 Fragen, die tippe ich nicht alle ab :O)
Wie groß sind seine Füße?
  1.  Klein      
  2. Mittel       
  3. Groß     
  4. Sehr groß
Und diese Frage, meine Damen (und Herren) deutet auf folgende Sachlage hin:

So EHRLICH ist er:
  1. Aufpassen, er verheimlicht gerne was
  2. Er erzählt nur, was er wichtig findet
  3. Er sagt alles, was du wissen sollte
  4. Er ist eine absolut ehrliche Haut

Also, kurzum: Je kleiner die Füße, desto größer die Lügen. Was zählt eigentlich als klein? Mein Freund hat Schuhgröße 42, ist das klein oder mittel? Soll ich ihn präventiv verlassen? Der Test beantwortet keine Fragen, er wirft welche auf!



Frage 8
Welchen Körperbau hat er?
  1. Schlank und schmal
  2. Normal und durchschnittlich
  3. Breit und muskulös

Und was ist mit Fett und flauschig? Naja, das sagt uns:

Über dieses Kompliment freut er sich!
  1.  Für mich bist du der Größte
  2. Dein Körper ist perfekt
  3. Du erinnerst mich an Vin Diesel!


Klar, Typen freuen sich nur über Komplimente an ihrem Körper! Und auch noch über solche bescheuerten!

Frage 10
Welche Hosen trägt er?
  1. Enge Hosen
  2. Weite Hosen
  3. Anzughosen
  4. Trainingshosen

Ihr denkt: What? Die BravoGirl hat für diese Frage eine ganz…interessante Auflösung:

So ist er im Bett!
  1. Dein Schwarm ist total einfühlsam und liebevoll im Bett. Ihm ist es wichtig, dass vor allem sein GIRL Spaß hat
  2. Mit ihm steht Experimentieren auf dem Plan. 08/15-Sex ist nichts für ihn, er mag es außergewöhnlich. Spannend!
  3. Dieser Typ ist sehr vorsichtig im Bett und auch ein wenig schüchtern. Da musst wohl du die Zügel in die Hand nehmen!
  4. Oh oh, hier ist ein Macho am Werk! Er hält sich für die absolute Nummer eins und nimmt auf die Bedürfnisse der Girls nur wenig Rücksicht.

Ähm…das sind aber…gewagte Hypothesen. Mal davon abgesehen: Sollten Sex-Experimente für 14-Jährige nicht etwas…unpassend sein? Und – einfach allgemein: WTF?



Frage 18
Welche Unterhosen trägt er?
  1. Retro-Pants
  2. Männerslips
  3. Enge Boxershorts
  4. Weite Boxershorts


So sieht sein perfektes erstes Date aus!
Ähm…wenn man die Unterhosen schon kennt, sollte das erste Date doch idealerweise schon hinter einem liegen, oder irre ich mich da?

  1. Ein Kinobesuch mit einer süßen Romantik-Komödie und reichlich Popcorn
  2. Ein Besuch im Freizeitpark, wo man viel sehen und erleben kann
  3. Leckere Nudeln in einem kleinen Restaurant bei kuscheligem Kerzenschein
  4. Eine coole DVD-Mischung aus Spaß, Romantik und Action, dazu Pizza und Cola


Macht Sinn. Gewaltig viel Sinn. Die Unterhose gibt wirklich viel Aufschluss über den Charakter!

Yeah, xx

Donnerstag, 10. November 2011

Da sagte er in die Stille: „Du bist aber wirklich hübsch.“



Okay, okay, Strafarbeiten sind unsexy. Zumindest für mich. Aber okay, ich bin ja auch nicht von der Bravo GIRL-Redaktion. Ja, da sind sie wieder: Die romantischen Lovestorys! Heute mit dem Sonderspezialthema: Nachsitzen. Also, los geht’s:

„Nachsitzen? So ein Mist! Doch diesen zwei Girls verhalf die Strafarbeit zu ganz viel Herzflattern am Nachmittag!

Verknallt in einen Unbekannten

Wütend starrte ich auf die Tafel. Ich musste Nachsitzen! Alleine! Nur weil ich 10 Minuten zu spät gekommen war. Plötzlich öffnete sich die Tür und ein ganz cooler Junge kam herein.
 Woran machst du denn diese Coolness fest? Und gibt’s bei euch keine Aufsicht? Und ist Nachsitzen allgemein nicht ein bisschen aus der Mode?

Er hatte wuschelige Haare und schokobraune Augen.
Ah, daher die Coolness. Sieht halt schnuckelig aus.

Zielstrebig kam er auf mich zu und setzt sich direkt neben mich. Aber wir kannten uns doch gar nicht?! Außerdem waren ja überall noch Plätze frei. Irgendwie alles komisch.
Oh, unser heutiges Rehlein ist mal misstrauisch? Geschehen noch Wunder?

Irritiert schaute ich ihn an. „Kennen wir uns?“ fragte ich, ganz die Unnahbare. „Nö, noch nicht.“ Das brachte mich total aus dem Konzept. „Oh.“ War alles, was mir einfiel.
Was? Der älteste Anmachspruch der Welt? Der macht sie wuschig. Wow, ist die leicht zu beeindrucken.

Dann beugte ich mich wieder über meine Strafarbeiten. Es war eine ganze Weile lang ruhig. Da sagte er in die Stille: „Du bist aber wirklich hübsch.“
Einfallsreich.

Dieser Junge war echt seltsam, aber irgendwie süß. Aber wer war er und was wollte er?
Dich vergewaltigen. Vermutlich.

„Ich bin Moritz und möchte dich kennenlernen“ sagte er und lächelte mich an. Ich musste laut lachen. Wollte ich diesen Kerl überhaupt kennenlernen? Ich schaute unauffällig zu ihm rüber, da trafen sich unsere Augen. Sofort schoss mir „Ja“ durch den Kopf. Irgendetwas hatte er an sich.
WAS? Warum? Und wie schaust du unauffällig, nachdem du laut gelacht hast? Und warum willst du den jetzt? Wegen seinen schokobraunen Augen und seinen kreativen Anmachsprüchen?

Da legte er die Hand an meinen Nacken, zog mich zärtlich zu sich und küsste mich sanft.
Klar. Fast so romantisch wie die Liebesbeziehung in Twilight. Klar, wer braucht schon einen GRUND zum Rumknutschen?

Mir flatterten unzählige Schmetterlinge im Bauch herum, als ich seinen Kuss erwiderte.
Seit wann verlieben sich Frauen wenn man sie einfach so, aus heiterem Himmel küsst? Ich dachte die treten einem dann so hart in die Eier, dass man für den Rest seines Lebens als Junge im Mädchenchor singen kann.

Boah, ist das schlecht. Echt jetzt. Diese Geschichte, die die jungen Mädchen „anregen“ soll – das läuft doch schon wieder auf HURPDERP-RUMKNUTSCHEN, LIEBE, und „Mädel, Junge, du brauchst keine Charaktereigenschaften oder Werte haben, schokobraune Augen reichen“.

Und wuschelige Haare.

Yeah, xx

Sonntag, 6. November 2011

Begegnungen mit der Bahn II - Sie und Du



Okay, ich bin ja ein massivst wohlerzogenes Kind. Außerdem bin ich 21 Jahre alt. Was das miteinander zu tun hat? An und für sich erstmal nichts.

Zugfahren ist toll. Zwei Stunden lang durfte ich viel erfahren, über potenziell tödliche Krankheiten, Operationen und das Alter an sich. Die gute Dame neben mir hatte eine OP an den Beinen hinter sich und berichtete begeistert davon. So weit, so normal. Aber wie es dazu kam ist ziemlich episch.

Die gut 70-Jährige ist beim Spannen am FKK-Strand vom Zaun gefallen.

Okay, darauf wollte ich jetzt eigentlich nicht hinaus, aber die Geschichte konnte unmöglich unerzählt bleiben. Worüber ich eigentlich sprechen wollte, ist die Art, wie sie mit mir geredet hat: Sie hat mich konsequent geduzt. Und das hat mich sehr irritiert. Ich weiß nicht mal genau, warum. Ich war genauso irritiert, wie ich es sonst bei den 13-Jährigen bin, die mich siezen.



Ich immer einen kleinen Stich gefühlt, wenn sie mich mit einem „Du“ angesprochen hat. Und ich dachte: „Ganz schön respektlos“. Ja, die Ansprache hat was mit Respekt zu tun. Ich habe sie natürlich immer gesiezt, und durch ihr Duzen gab es da ein ganz schönes Ungleichgewicht im Respekt. Und das vermutlich, ohne dass sie einen Gedanken daran verschwendet hätte!

Man ist auf einer Augenhöhe, wenn man sich gegenseitig mit „Sie“ anspricht. Und man ist auf einer Augenhöhe, wenn man sich gegenseitig duzt. Alles andere ist komisch und verunsichernd. Ich kann jetzt mit dem „Machtgefälle“ kommen, aber so weit muss man da ja gar nicht gehen.

Und wie will ich nun jetzt angesprochen werden? Und wie wollt ihr angesprochen werdet? Und wer ist noch für eine Lösung wie im Englischen? Das nimmt einem nämlich die Sorge nach einer passenden Ansprache in kniffligen Situationen. Muss ich meinen Dozenten siezen? Soll man Kindern sagen, dass sie mich „Du“ nennen sollen? Und wie ist das mit den Schwiegereltern?

Und von solchen Wortgebilden wie „Komm mal bitte her, Frau Müllermaierschulze“ oder „Gerhard, geben sie mir mal die Bilanzabrechnungen!“ will ich gar nicht erst anfangen. Ernsthaft.

Yeah, xx


Donnerstag, 3. November 2011

Mindestlohn. Jetzt. Sofort.




Ich schreie grade meinen Fernseher an. Ich bin ja schlau und schaue gerne ZDFinfo. Und vor allem schaue ich gerne LogIn. So Fernsehen zum Mitmachen ist ja ziemlich gut, und  das Team von LogIn macht da echt einen großartigen Job.

Grade redet da ein Herr Pellengahr. Der findet Mindestlöhne doof. Seine Argumente sind: Mindestlöhne sorgen dafür, dass Berufsanfänger keine Einstiegsmöglichkeiten mehr haben. Jobs fallen weg, werden ins Ausland verlagert. Die Preise im Dienstleistungssektor explodieren.
Seiner Ansicht nach ist jeder Job besser als keiner. Und wenn man sich qualifiziert, steigt man auf und verdient mehr.

Und da liegt auch sein Denkfehler: Die Jobs, die vom Mindestlohn betroffen seien, bieten keine oder kaum Aufstiegsmöglichkeiten – Friseur_innen, Putzdienste, allgemein Dienstleitungsberufe. Da steigt man nicht auf. Da geht es nicht darum, das man als Berufsanfänger mal so ein bisschen unterm Existenzminimum lebt. Sondern, dass flächendeckend Lohndumping betrieben wird.
Und wenn die Unternehmer eben niedrige Löhne zahlen, wenn man das nicht reguliert – dann muss man sie eben zu ihrem Glück zwingen.



Ins Ausland werden Dienstleitungsberufe auch nicht ausgelagert. Geht ja gar nicht. Ein Frisierwilliger aus Erfurt wird ja wohl kaum gen Polen fahren. Ebenso ist es ja auch so, dass es, wenn es ein einheitliches Lohnmindestniveau gibt, gar keinen Boden für Lohndumping in Deutschland mehr gibt. Dann wären die Unternehmen vermutlich auch bereit, höhere Löhne zu bezahlen. Zwang in der Wirtschaft ist zwar im Liberalismus ganz böse – aber offenbar, big shock, wollen Unternehmen gerne viel Geld verdienen. Ganz viel Geld. Und wenn der Staat Löhne subventioniert (Lohnaufstockung auf Hartz IV-Niveau, yeah!) – kann man das doch auch nutzen, gell?

Wenn man die Möglichkeit hat, einen studierten Wissenschaftlicher 10 Jahre lang als Praktikant mit 200 Euro abzuspeisen, macht man das auch. Wenn man via Mindestlohn sowieso 1000 Euro zahlen muss-dann tut man das auch. Zähneknirschend.

Ja, das klingt vielleicht ein bisschen dramatisch und „Ololol, scheiss Arbeitgeber“. Aber ich bin grade gewaltig geladen und stinksauer.
Die Gründe, warum ein Mindestlohn nicht eingeführt wird, sind meistens vorgeschoben, schöngeredet, lobbysiert. Die Mehrheit der Menschen ist dafür.

Yeah, xx

Donnerstag, 20. Oktober 2011

Hauptberufliche Lebensoptimiererinnen



So klassische Zweikind-Familie, das wärs. Klassisch, bekannt aus Funk und Fernsehen, idyllisch in Berlin-Hellersdorf oder Chemnitz-Mitte. Oder – war da nicht was? Deutschland gehen die Kinder aus, Bevölkerungsrückgang, wie werden die nur unsere Renten bezahlen? Und wer denkt denn eigentlich endlich mal an die Kinder?
Kurzum: Drama allerorten.
Aber was ist denn nun dran – gibt es weniger Kinder oder können „die Deutschen“ doch noch überleben?

Erstmal gilt: Es gibt nicht unbedingt weniger Kinder. Nur eben nicht „die Richtigen“. Was heißt hier denn „richtige“ Kinder? Naja, was man so in den Nachrichten und Kommentarspalten (ein guter Ort zum Aufregen, nach wie vor: Good ol‘ SpOn) liest: Der allgemeine nachmittägliche Hartz-Assi schmeißt alle 9 Monate ein Kind aus seiner Bauchhöhle, und die distinguierten Philosophie/MaschinenbauabsolventInnen betreiben Stellungskrieg um ihre Gebärmutter.
Kluge Kinder und, noch besser, kluge Eltern braucht das Land.

Aber woran liegt denn diese „Fehlverteilung“ der Geburtenzahlen?

Unsere Gesellschaft ist geprägt von sogenannten „neuen Familienformen“. Alleinerziehende, Patchwork, Stiefkinder, soziale Problemfälle. Je früher und je stärker Kinder davon geprägt wurden, desto mehr und eher flüchten sie sich in ihre eigene, kleine, heile Familienwelt. Die Undurchlässigkeit unseres Bildungssystems kommt noch dazu: Einmal in eine arme (auch sozial arme) Familie geboren, führt der Weg meist direkt auf eine Hauptschule und dann im besten Fall zu einer gering qualifizierten Ausbildung. Da ist die Flucht in die vermeintlich schöne, heimelig-kuschelige Familienwelt naheliegend. Wenns nicht klappt, kommt eben der nächste Partner/Vater. Probleme werden nicht gelöst, sondern einfach weggetrennt. Somit kommen wir in eine Spirale, aus der wiederum Kinder hervorgehen, die emotional instabil sind.

Haarfarbe geändert, Avatar angepasst!

Auf der anderen Seite stehen die jungen Akademikerinnen und die, die es werden wollen. Allein schon unsere Ausbildung dauert im besten Fall an, bis wir 25 sind. Dann noch ein paar Jahre arbeiten, damit man sich nicht irgendwann in die Mutterzeit verabschiedet, um nie wieder aufzutauchen („Mir wird das ja nieee passieren!“). Wir sind hauptberufliche Lebensoptimiererinnen. Erst muss der perfekte Zeitpunkt gefunden werden, es muss der perfekte Job dafür da sein, mit Wiedereinstiegsoption, der perfekte Samenspender muss gefunden sein, und man muss sich selbst klar sein, welches Frauenbild man verkörpert. Hausmuttchen? Business-Tigerin? Irgendwas dazwischen?

Dieser spezielle Zeitpunkt wird übrigens nie eintreten. Man bekommt nur mehr Falten.

Yeah, xx



Montag, 17. Oktober 2011

Begegnungen mit der Bahn I





Okay, dann versuche ich mal meine 3 Cent aus den letzten 5 Jahren intensiven Bahnfahren zu verarbeiten.

Zum größten Teil kann ich nur vom Nahverkehr sprechen. Ich bin bisher nur zwei mal ICE/IC gefahren, und zwar jeweils die Strecke Leipzig-Essen. Was Nahverkehr angeht, bin ich aber der Meister! 


In der Schulzeit jeden Tag zweimal (Crimmitschau-Zwickau und zurück, circa 20 Minuten und 5,60 € pro fucking Fahrt), jetzt als Student ein, zweimal pro Monat Dresden-Crimmitschau (90 Minuten und theoretisch 21 Euro) und gut einmal pro Monat die wunderschöne Strecke Dresden-Mülheim und zurück (9 Stunden. Vom Normalpreis will ich gar nicht reden. Dank Schönes Wochenende Ticket ganz okay...aber eben Nahverkehrsgebunden.)

Meine Erfahrung ist: Der Nahverkehr war eigentlich fast immer unpünktlich. (Kein Bahnpost ohne Pünktlichkeitsrerante!) Klar, das waren keine stundenlangen Verspätungen bei mir, sondern nur so 20 Minuten - aber trotzdem unschön. In zwei Jahren war die Bahn, die ich zweimal im Monat nehme genau 3 mal pünktlich. Was grade für Anschlusszüge sehr nervig ist (Züge nach Crimmitschau sind doch recht rar gesäht. Sehr rar. So auf Tiger-Ebene.). 



Sinnloses Dekobild AUS DEM ZUG!! (Um mal den Themenbezug herzustellen)


Ein wunderschönes Erlebnis will ich euch aber nicht vorenthalten: In meiner Schulzeit musste ich jeden Tag Zug fahren, drei Jahre lang. Immer dieselbe Strecke. Ich wurde jeden Tag kontrolliert. Soweit kein Problem. An irgendeinem schönen Tag nach zweieinhalb Jahren sitze ich mit meinem Ticket frohlockend im Zug, als der Zugbegleiter angetigert kommt und seine Hand hinhält. Ich reiche ihm brav mein Ticket. Er macht sich (nach wie vor wortlos) an seiner Strafzettel-Maschiene zu schaffen und will meinen Ausweis haben. Das verwirrt mich dann doch ein bisschen und frage ihn, warum ich plötzlich nicht mehr das richtige Ticket haben soll, hat doch zwei Jahre lang geklappt.

Grund: Die Strecke Zwickau-Crimmitschau führt über zwei Verkehrszonen (14+16). Deswegen habe ich ein Zwei-Zonen-Ticket. Dazwischen liegen aber (ich hab bei Google Earth geschaut) 250 Meter Zone 17 (ohne Bahnhof, ohne Halt, die sind da halt einfach). Da ich exakt auf diesen 250 Metern kontrolliert wurde, habe ich da kein Ticket, und deswegen muss ich jetzt und gleich und sofort 40 Euronen blechen.Da ich die nicht hatte, hat er meine Ausweißdaten abgeschrieben.

4 Monate nichts

Irgendwann trudelt dann ein Brief ins Haus, an Claudia Krause. Die soll bitte 40 Euro zahlen, wegen Schwarzfahrens. Naja. Danke, meine lieben Eltern, dass ihr mir einen anderen Namen gegeben habt. Und danke, lieber Schaffner, dass du nicht in der Lage warst, einen Namen abzuschreiben.

Gehört das noch zum Thema? Nein. Egal. Nächste Woche erzählt euch Märchentante Skye von ihrer Begegnung der dritten Art mit einer Netzteilhassenden Oma und einem schnaufenden Aladin direkt hinter mir. Stay tuned!



Yeah, xx



Freitag, 14. Oktober 2011

Willstebumsen?! #8 - Jappy-Time!

Ich habe es wieder getan. Also, nachdem ich zweimal bei Willstequatschen rausgeflogen bin, habe ich mich jetzt bei Jappy angemeldet. Und ich muss sagen: Gegen Jappy ist WQ noch ein distinguiertes Diskussionsforum in gehobener Klasse. Wahnsinn. Diese Konversation stammt von meinem ersten Tag dort. Vielleicht könnt ihr mir erklären, woher diese Aggressionen kommen. Seid kreativ! Achja: Gelb bin ich, Weiß ist er.

Das ist unser heutiger Honk. Sagt hallo!








Das freut mich aber, unbekannter Fremder!





Und schon wieder ist die böse Zeit schuld!

Aha?

Ja, soweit waren wir schon.








Ich frage mich immernoch woher dieser Satz plötzlich kommt.


Das ganze Internet gleich! Wie furchtbar!




Aha, Aha, mache ich das also? Gut zu wissen!

Der erste Teil von mir ist grammatikalisch falsch, sorry. Ich hab da was falsch 
verstanden.

Dem großen Ganzen? Gott? Ihm? Jappy? Und warum...? Ach, egal...

Meine Damen und Herren: Ein Gutmensch.






Da lest ihrs: ich bin ein schlechter Mensch. Immer mache ich alles kaputt. Was er sich mühsam in einer halben Stunde aufgebaut hat.

Yeah, xx


Donnerstag, 13. Oktober 2011

Mein ganz persönlicher Alltags-Fanatismus

Das Schleifchen ist selbstgebastelt!


(Ich schwöre hiermit feierlich, dass ich diesen Beitrag schon vor Apfelkernes Artikel über Lebenspläne geschrieben habe, und es mal wieder faszinierend ist, wie sich unsere Mittelklassen-Mecker-Blogger-Clique  auch geistig zusammenpasst. Telepathie, Baby!)

Ich wurde letztens mal gefragt, woher ich die Arroganz nehme, über die Lebensentwürfe anderer Leute zu urteilen und – vor allem – sie dafür zu verurteilen.

Gute Frage. Macht aber vermutlich jeder. Die eigenen Ansichten stehen in der persönlichen Hitlist natürlich sehr weit oben, und an ihnen misst man auch die Ansichten anderer Personen. Man vergleicht, übernimmt manchmal klammheimlich ein oder zwei Aspekte in die eigene Weltanschauung und verurteilt eben auch mal ein bisschen.

Ein Paradebeispiel dafür ist meine Großmutter. Sie ist eine der verbohrtesten Fanatistinnen für das urdeutsche Menschenbild (um 5 aufstehen, viel arbeiten, jeden Tag dasselbe, bis man stirbt), die ich kenne. Meine momentane Situation (Studentin) bildet da natürlich eine gewaltige Angriffsfläche, was immer wieder zu den herrlichsten Familiendramen führt. Aber das gehört hier nicht hin.




Von daher – eigentlich sollte ich wissen, wie es sich anfühlt, wenn von „Fremden“ über einen geurteilt wird. Beurteile nicht, wenn du nicht mindestens in seinen Schuhen gelaufen bist und so ein Scheiss.
Trotzdem – alles, was nicht meiner Vorstellung von einem guten Leben entspricht ist böse.

  • Hausfrauen, die ihre Erfüllung in der Erziehung ihrer Kinder gefunden haben? Unemanzipierte Müttermonster, die irgendwann allein im Altersheim sitzen.
  • Maschinenbaustudenten? Die haben mit akademischer Bildung nichts zu tun. Können die überhaupt lesen?
  • Miss Harrcore, die ihr Leben perfekt durchplant, gesund lebt (meistens) und allgemein einen unheimlich hohen Wert aus ihrem Leben prügelt? Die lebt doch gar nicht richtig, treiben lassen ist viel wichtiger, und so toll ist ihr Leben außerdem sowieso nicht. (der Grund für diesen  Blogartikel ist übrigens, dass mir jetzt mal aufgefallen ist, dass ich sie eigentlich zutiefst bewundere, auch wenn ich selber so nicht leben kann und will. No Homo.)


Mein Alltags-Fanatismus geht weit über Vorurteile hinaus. Er hat viel mehr etwas mit Neid zu tun – Neid auf einen zielstrebigen Lebensweg, in welche Richtung auch immer, und Neid auf Menschen die angekommen sind oder es scheinen.


Ziemlich unsexy, oder?


Was sagt ihr: Soll ich Besserung geloben, und wenn ja – wie? Und was noch dazukommt: Kennt ihr das auch, diesen Neid, der dann dazu führt, dass man andere Leute verurteilt? Diskutiert, meine Schäflein!


Mittwoch, 12. Oktober 2011

Sonntag, 9. Oktober 2011

Deutsche Demokratische Ratgeber: "Mann und Frau intim" I



Es war ja eine karge Welt, so damals, im Osten. Keine Bananen, keine Freiheit, keine Freude. Klassisches Klischee? Als großer Fan der Empirie muss ich das herausfinden! Natürlich kann ich schlecht in die Vergangenheit zurückreisen und meine Eltern will ich auch tendenziell ungern nach ihrer Sexualität ausfragen (Jetzt kommt mir nicht mit „Das ist das Natürlichste der Welt, du bist daraus entstanden, als Kind der Liebe“ – Ich will es nicht wissen und beharre darauf, dass mich der Storch gebracht hat. Oder eine Taube. Oder Ähnliches). Doch dafür gibt es ja Ratgeber!

Schriftwerke bilden meistens sehr gut den Zeitgeist ab, und so auch „Mann und Frau intim“, dass berühmt-berüchtigte Aufklärungsbuch der DDR. Meine Ausgabe ist von 1982, die 1. Auflage stammt aus dem Jahr 1971. In 10 Kapiteln wird über Anatomisches, Intimes und Abartiges (sic!) gesprochen. In solchen fröhlichen Unterkapiteln „Der Verlauf des sexuellen Aktes“, „Zur Häufigkeit des Sexualaktes“, „Kinder gehören zum Familienglück“, „Ist oraler Geschlechtsverkehr abnorm“ oder „Behandlungsmöglichkeiten von Homosexualität“ wird von Psychologen alles beleuchtet, was mit „ehelicher Hygiene“ zu tun hat.

Auch anhand von Fallbeispielen wird uns nahegebracht, wie man sich zu verhalten hat.  In der Einleitung wird schon klar, wohin die Reise geht:

„Keineswegs ist Sexualität das Wichtigste in unserem Leben. Lässt man ihr völlig freien Lauf. Dann überwuchtet sie leicht andere Inhalte unseres Daseins und bringt mehr Nachteile als Freuden“

Danach folgen 4 Fallbeispiele von Menschen, die in ihrer Ehe unglücklich sind, vor allem in sexueller Hinsicht. Im Bett läufts nicht mehr rund, und für uns heute ist der Grund geradezu lächerlich: Mann und Frau reden nicht über ihre Bedürfnisse, Nöte und durch die zurückhaltende Erziehung derzeit wurde gar kein Bedürfnis erkannt. Was man heute mit einem Gespräch aus der Welt schaffen würde (oder was vermutlich gar nicht erst zum Problem werden würde), war zu dieser Zeit eben wesentlich schwieriger.

Der Ton, den „Mann und Frau intim“ anschlägt, ist kühl-wissenschaftlich, und das ist mehr als einmal unglaublich lustig! Das erklärt uns der Autor natürlich auch: Nur wissenschaftlich kann man die leichten Untertöne in der Kommunikation Liebender richtig erklären und erfassen.

Sieht harmlos aus, oder?
Was man allerdings sagen muss, auch wenn in diesem Ratgeber viel…heutzutage Schwieriges steht (vor allem in Bezug auf Homosexuelle und Selbstbefriedigung), aber Gleichberechtigung ist tatsächlich ein großes Thema, natürlich nicht ohne den real existierenden Sozialismus lobend zu erwähnen:

„Die angebliche Minderwertigkeit der Frau und ihr entsprechend geringes Selbstvertrauen sind ihr künstlich aufgezwungen worden. […] So ist die Berufstätigkeit der Frau in der vollendeten sozialistischen Gesellschaft nicht Ausdruck eines erhöhten Arbeitskräftebedarfs oder nur ein Mittel, höheren materiellen Lebensstandard für die Familie zu erreichen, sondern eine Grundvoraussetzung zur Begegnung gleichberechtigter Menschen in der Partnerliebe.“

Soweit zur ersten Zusammenfassung von „Mann und Frau intim“. In der nächsten Ausgabe geht es dann endlich ums Eingemachte (gebts zu, darauf wartet ihr doch!). Den biologischen Part überspringe ich mal großzügig, nächstes Mal geht es (vermutlich) um Sexualerziehung und – den Geschlechtsverkehr selber. Freut euch!

Yeah, xx


Samstag, 8. Oktober 2011

Suchbegriffe - Es gibt Menschen, die geben sowas in Google ein?!



Suchbegriffe! Yay! Ein Tribut an die Menschen, die gerne Google heiraten wollen!
Da jeder Blog, der etwas auf sich hält (und auch alle anderen), irgendwann mal einen Einblick in die interessantesten Suchbegriffe gibt, sollte ich das auch tun. Außerdem sind Meine wirklich lustig!

jugendkultur bitches
Es ist inzwischen schon eine Jugendkultur, Bitch zu sein? Nett!

13jährige muschi 2011
Geh weg von meiner Seite. Und was ist 2011 anders an Muschis als 2010?

18 jähriger traumboy
Existiert nicht :D

bitches in tarnfarben
ine Jugendkultur, die sich tarnt? Oder der neustere Modetrend?

bitches zum fertig machen in vollen sätze
Nicht in Halbsätzen, klar, du Bitch?

frauen csu schminken
Gute Idee! Am besten mit blau-weißem Lidschatten!

jungs rattig kriegn
BRAVO lesen!

knappe höschen die partei
Die hätten meine Stimme!

pädophile die grünen
Alle?

referat über nagellack
Oh nein, das deutsche Schulsystem ist wirklich schon so weit?

unterschied zwischen hausfrauen und bitches
Ähm…Alles?

was erwartet mich im krieg
Gut, dass du das erstmal googelst, bevor du dich freiwillig meldest.

willstequatschen tattoo
Tu es nicht. Oder…Wenn ich drüber nachdenke…Wenn du es schon erwägst, dann solltest du es auch umsetzen!

Yeah, xx

Mittwoch, 5. Oktober 2011

We are the 99%!



Vielleicht habt ihr davon gehört, aber leicht wurde es euch nicht gemacht. Derzeit läuft die Aktion „Occupy Wall Street“ in New York, eine Aktion, die z.B. von Michael Moore und Anonymous  unterstützt wird. Seit dem 17.September wird friedlich im „Liberty Plaza" (der im Übrigen eigentlich „Zuccotti Park“ heißt, nach dem Vorstandmitglied des neuen Besitzers dieses Stückchens New York. Das sagt einiges.)gecampt und täglich demonstriert. In den Medien wird darüber aber kaum berichtet – und wenn, dann mit einem gönnerhaften Unterton, in dem die Aktivisten belächelt werden, wie kürzlich im Spiegel.
Aber was wollen die Leute dort überhaupt erreichen?

Unter dem Slogan „We are the 99%“ wird zusammengefasst, was soziale Wirklichkeit ist – sowohl als in Amerika, als mittlerweile in einem schleichenden Prozess auch in Europa. 1% der Menschen haben über 99% des gesamten Vermögens. Die restlichen 99% der Bevölkerung haben hohe Schulden, können sich die Miete nicht mehr leisten, können ihre Ausbildung nicht finanzieren, müssen ihre Eltern um Unterstützung bitten, werden letztendlich obdachlos.



Und an der Wall Street spekulieren die Banker fröhlich weiter mit dem Geld, dass auf den Sparkonten liegt (Ja, auch eurem. Es gibt einen Grund, warum an Wochenenden keine Transaktionen durchgeführt werden. Wenn die Überweisungen erst montags ausgeführt werden, liegt das Geld zwei – drei Tage auf einem Konto, und wirft Zinsen ab. Für die Banken).
Unternehmensberater optimieren auf Quartalbasis, auch in den „Human Resources“. Lohnkostenminimierung ist das Stichwort. Natürlich ist das kurzsichtig, aber am Quartalsende sieht es natürlich gut aus, der Unternehmensberater hat seinen Dienst getan, alles gut?

Leider hat der Protest in New York noch keine richtigen Forderungen gestellt, außer eben keine so gewaltige soziale Ungerechtigkeit mehr. Davon lässt sich niemand einschüchtern. Von dem neuesten Plan von Anonymous schon: World Revolution. Am 15. Oktober soll jeder protestieren. In Frankfurt und Berlin sind Demos geplant, und ansonsten plant Anon offensichtlich so einiges. Ich habe Gerüchte gehört, dass jeder am 14.Oktober (Freitag) sein Geld von Konten und Sparbüchern räumen soll – ähnlich wie zur Wirtschaftskrise in den 30er Jahren soll den Banken somit der „Spekulationsstoff“ entzogen werden.


Informiert euch. Solidarisiert euch. Bildet euch.


Yeah, xx

Dienstag, 4. Oktober 2011

Eine kleine Galerie der Geschmacklosigkeiten

Wie sich vielleicht bereits rumgesprochen hat, stamme ich ursprünglich aus der tiefsten, sächsischen Provinz (wir haben eine drittklassige Eishockeymannschaft!) und bin zum Studieren in nach Dresden gezogen. Inzwischen, nach ziemlich genau zwei Jahren, bin ich ein totales Stadtkind geworden. Ich will nie wieder in einer ruralen Umgebung wohnen. Nun ist es aber so, dass ich natürlich ganz gerne mal wieder zuhause bin, mich bekochen lasse und dann auch mal wieder mit ein paar alten Freunden weggehe. Gut, ich muss dann damit leben, dass es hier genau 2 Diskos gibt, und beide nur TechnoElectroHouse-Charts spielen, aber okay. Womit ich aber nicht leben kann, ist die hiesige Mentalität.

Das = Böse
Mein bester Freund aus "alten Tagen", unser designierter Diskofahrer und damit allgemein wichtigste Person in der Infrastruktur (öffentliche Verkehrsmittel gibt’s hier nicht) meinte per Telefon, ich sollte mich etwas passender für unsere Kleinstadt kleiden, Vor allem, wenn wir nachher dann weggehen. Wie genau das dann aussehen sollte, hat er nicht gesagt. Das habe ich lachend meinen Eltern erzählt und die meinten auch, ich sollte das tun, weil ich für die Gegend nicht passend gekleidet sei und sie meinen Kleidungsstil allgemein nicht gutheißen, der passt vielleicht in die "große Stadt". Ich solle mich anpassen, wenn ich hier bin. Weil "hier" trägt man keine Röcke, sondern ordentlich Hosen. Naja, ich besitze gar keine Hosen, weil sie mir nicht stehen. Lieber ein Rock, der etwas kurz ist als eine Jeans, die unbequem ist und bei der an den Seiten alles rausquillt. Meine Meinung.


Naja, in der örtlichen Dorfdisko angekommen, musste ich dann die Folgen tragen.  Himmel, die Soziologin in mir saß die ganze Zeit kopfschüttelnd neben mir und hat leise geweint. Aber ich habe wieder viel über Menschen gelernt. Für alle Soziologiestudenten sollte es ein Pflichtpraktikum in einer Assi-Disko geben. Das ist voll interessant.

Desweiteren hat ein Typ versucht mich zu „trollen“ (in der analogen Welt war er einfach besoffen), indem er mir sagte, sein Freund, der Kevin (Lol), würde voll auf mich stehen und dass er voll den Vierer mit mir machen will. Jo.
Einer meinte, als wir auf dem Weg zum Auto waren, er würde jetzt heimfahren und "die Fette da hinter uns" (=ich) ficken.
Und einer ist auf der Tanzfläche auf mich zugekommen, hat seinen Daumen in den Mund gesteckt und mich fragend angeschaut. Ich schliesse mal, er wollte Oralsex mit meiner edlen Person praktizieren. Aber ich bin mir nicht ganz sicher.

Analoges Willstequatschen also.

Das = Gut!
Komischerweise passiert mir das in Dresden nie. Dort gibt es weder so viele Sturzbetrunkene, noch identifiziert man sich hier SO extrem über das Äußere. Auch solche dummen Anmachen sind in der Stadt sehr unüblich. Ich habe keine wirkliche Erklärung dafür, warum in der Provinz ein so frauenverachtendes Klima herrscht, und warum sich die Feierkultur so unterscheidet. Irgendwelche Ideen?





Yeah, xx


Samstag, 1. Oktober 2011

Willstebumsen?! geht in die nächste Runde!

Wie ich ja schonmal geschrieben habe, wurde ich von Willstequatschen verbannt. Also nicht ich, sondern mein Account AyaLaria. Deswegen gab es auch schon so lange keine Willstebumsen?!-Artikel mehr, die bei euch ja immer sehr gut angekommen sind. Nach einiger Zeit Schmollen und dem Überlegen, ob ich mir das wirklich noch weiter antun will, bin ich zum Entschluss gekommen: Es muss weitergehen (schon allein meinen Zugriffszahlen zuliebe)

Also: Sagt Hallo zu Rarity!



Sie ist die perfekte Mischung aus slutty Blickfang, nicht zu professionellen Bildern und im Zweifel hat die Gute auf ihrem DevianTARD-Account auch Bilder von ihren (zugegeben monströsen) nackten Brüsten online gestellt. Kluges Mädchen. Sie ist übrigens Kasachin, mehr oder weniger inaktiv und jetzt eben im aktiven Einsatz, um Leute zu trollen.




Yeah, xx


EDIT: Eine Stunde später: Meh, oder auch nicht, ich wurde nach grade mal einer Stunde "enttarnt" und wieder gesperrt. Schade. Ich denke, ich versuche mein Glück mal bei Jappy :)



Freitag, 30. September 2011

Header, Hater und...Ein anderes Wort mit H, damit der Titel aufgeht

...Also eigentlich will ich nur darauf hinweisen, dass ihr alle sofort meinen neuen, tollen Header worshippen sollt, den mir der liebe Wetako gezimmert hat.

Aber wenn ich schonmal dabei bin, kann ich ja auch was erzählen, oder?


Meine Mama macht gerade einen Computer-Volkshochschul-Grundkurs. Und ich mache quasi mit, denn ich durfte ihr auf der Heimfahrt nämlich nochmal die Stunde zusammenfassen, obwohl ich nichtmal dabei war. Kurzfassung: Sie hat heute gelernt wie man mit der Maus Sachen auf dem Desktop markiert. Und wie der Papierkorb aussieht. Und das man beim Computerkauf unbedingt auf die Scannerqualität achten muss. WTF?

Mal davon abgesehen, dass ich diese...Lektionen (in Ermangelung eines besseren Wortes) nicht gerade hilfreich finde (das ist ein GRUNDkurs. die haben da heute Tastenkombinationen genannt bekommen, die kannte nicht mal ich, und 80% dieser Tastenkombis benutzt KEIN Mensch und verwirren nur unnötig. Meine Meinung.)

Und da kam wieder eine nette Eigenschaft von mir hervor: Ich hate gerne. Seien es Leute, die ich nicht kenne (VHS-Lehrer), Gruppen, gegen die ich Vorurteile habe (Mütter + Hausfrauen)  oder allgemein Dinge, die ich sehe (Werbung. Werbung mit mir schauen macht Spaß. Ich zerpflücke gerne alles. ALLES.).

Aber ich werde auch gehatet. Neulich schrieb ein anonymer Nutzer bei einem uralten Artikel hier auf dem Blog einfach "Ich hasse dich."

Das finde ich nicht nett. Wenn man schon hatet, dann doch wenigstens mit Begründung.

Yeah, xx



Mittwoch, 28. September 2011

Teaser: Deutsche Demokratische Ratgeber



Ich habe eine wunderschöne DDR-Geburtsurkunde. Ja, es war knapp, aber ich bin, so rein grundsätzlich,  DDR-Bürger. Und wie wir alle wissen, war die Deutsche Demokratische Republik nicht gerade ein großer Freund der freien Entfaltung von Kindern. Deswegen habe ich mal ein bisschen im Bücherschrank meiner Eltern gekramt und bin auf Interessantes gestoßen. Und da dachte ich mir: Das wäre doch was für meinen Blog!

Also, hier der Teaser zu einer neuen Blogreihe!

Deutsche Demokratische Ratgeber

Ich liebe ja Sachbücher, Lebensratgeber, esoterischen Schwachsinn und Sexhilfe-Literatur. Und auch die DDR hatte solche Bücher. Und die triefen vor sozialistischer Gehirnwäsche, interessanten Erkenntnissen und einem netten Schreibstil (sozialistischer Realismus). Und sind dabei brüllend komisch. 

Ein Beispiel: In der kleinen Enzyklopädie über das Kind wird argumentiert, dass der Größendurchschnitt der 10-jährigen Knaben im Gebiet der DDR kleiner ist als der auf dem Gebiet der BRD. Das beweißt, dass die Ressourcen in der DDR besser verteilt werden, und die Jungen zwar weniger groß sind, aber dafür alle gleich groß. Die Jungs aus der BRD sind alle unterschiedlich groß. Deswegen ist der Kapitalimus böse, weil manche Jungs da mehr wachsen als andere. Und der Marxismus-Leninismus ist toll, weil es da voll keine Unterschiede gibt. 

Sounds legit.

Also, freut euch auf folgende Schinken:
  • Mann und Frau intim
  • Kleine Enzyklopädie – Das Kind
  • Damit du bald wieder gesund wirst
  • Haushalten – aber wie? – Ratgeber für junge Leute


Wann es losgeht? Bald. Oder auch: When it‘s done. Ich mag euch, ihr Leserlein!

Yeah, xx

Achja, hat jemand Lust, mir zu Deutsche Demokratische Ratgeber einen Banner zu machen? Das wäre voll fantastisch : )




Samstag, 10. September 2011

101 Tipps für verzweifelte Hausfrauen



Okay, ich bin vielleicht schon ein bisschen unfair zu den guten Mädchenzeitungen – Schließlich versuchen die ja nur als Orientierung für verirrte 13-Jährige mit stark ausgeprägtem Sexualtrieb zu dienen! Kein Grund zur Aufregung, die Kinderlein sind schon klug genug, um zu erkennen, dass diese Tipps um begehrter zu werden vollkommener Bullshit sind, und niemand hält sich dran! Allen voran keine leicht beeinflussbaren Teenager, oder?

Naja, und 100 Tipps in einer Mädchenzeitschrift sind ja nun auch nicht der Untergang des Abendlandes, oder?
Zum Glück (für meine Argumentation) setzt sich eine solche Reihe aber gleichförmig fort: In den Erwachsenen-Bravos. So wie in der aktuellen Ausgabe der Joy, der ein Heft von „Sex-Päpstin“ Anne West beiliegt. Inhalt: 101 Sex Secrets! Sogar einer mehr als für die lieben Kleinen. Schauen wir doch mal, ob die Ausgabe für die erwachsenen Mädchen besser, hilfreicher oder gar vernünftiger ist…



1) Woran denken Männer, wenn sie Frauen aufs Dekolleté schauen? – An Schraubenzieher und Einbauregale. Einer Studie der Princeton-Universität zufolge aktiviert der Anblick eines halbnackten Busens dieselben Hirnareale, die beim Gebrauch von Werkzeug benötigt werden. Hobbyraum und Baumärkte sind für ihn demnach auch so sexy wie ein Strand voller Bikinigirls.
Klingt sehr wissenschaftlich. Gleiches Gebiet im Hirn, denkt man auch immer gleichzeitig an alles. Also ich kenne keinen Mann, der beim Sex an Schlagbohrer denkt....Wait.

23) Was kann man Spritziges mit Champagner anstellen? A) Stellen sie eine Hand auf allen Fingern über seinen Penis, während er halbgar ist. Lassen sie Champagner über ihren Handrücken laufen, spreizen nach Belieben die Finger. Lecken sie das Nass überall ab und wiederholen sie das Ganze. B)Behalten sie etwas Prickel im Mund, während sie ihn küssen und saugen. C)Für ein Champagnerbad in der Wanne benötigen sie ca. 240 Flaschen.
Danke für diese Information, ich wollte schon immer wissen, wieviele Flaschen sauteuren Sekt man für ein solches Vergnügen braucht.

Btw, die Überschrift für die Blow Job Tipps heißt „Pustefix“. Meine Güte.

47) Gibt es auch ein Liebesspielzeug von Hello Kitty?
Ja. tatsächlich.



50) Und wer steckt den Penis rein? Ist sie oben, mag er es gern, wenn sie die Sache in die Hand nimmt, kommt er von hinten, möchte er es lieber selbst machen.
Ich dachte das wären Tipps für Profis? Tolle Frage, im Übrigen. Wer stand nicht schon immer vorm Sex vor der Frage…“Öhm, wir können nicht weitermachen, ich weiß nicht, wie das Ding da rein soll!“

60) Wenn ich Lust auf eine Affäre habe – wo bekomme ich einen Lover her?
Vermutlich auch wo du Mann #1 her hast, oder? Der ernstgemeinte Tipp dieses Wurstblattes ist übrigens: Im Internet. Wow.

61) Wie vertusche ich am besten, dass ich einen Liebhaber habe? A) Mit Realität tarnen. Gehen sie nach dem Tae-Bo-Kurs nicht in die Sauna, sondern zu ihrem Geliebten, oder beginnen sie einen Sprachkurs (der nur halb so lange dauert, wie sie vor ihm behaupten) B) Sie brauchen Telefon-Codewörter, um auszudrücken dass ihr Partner zuhört („Nein, ich habe schon alle Versicherungen“) C) Hinterlassen sie keine digitalen Spuren! SMS, E-Mails, Anrufe immer sofort löschen D) Bodycheck: Ganz gleich, welchen Liebesspielen sie frönen – hinterlassen sie keine Spuren am Körper oder verwenden die Theater-Camouflage E) Schlafen sie weiter mit ihrem Mann Nummer eins F) Verkneifen sie sich die neuen, heißen Kunststückchen im Bett, wenn sie Sex mit ihrem „alten“ Partner haben.
Gut. Wie schön, dass es dazu auch Tipps gibt. Ein allgemein sehr unterstützenswertes Verhalten, vielen herzlichen Dank!



64) Wie sage ich meinem Lover, dass er nur Liebhaber ist? Mit suggestiver Rhetorik, bei der er nicht anders kann als zu nicken: „Mit meinem Mann lebe ich, mit dir schlafe ich. Ich denke, das ist dir ganz recht, nicht wahr?“ während sie lasziv ihr Kleid öffnen.
Weiß der arme Kerl das nichtmal? Wenn man ihn schon aus dem Internet bestellt?

72) Wie versöhnt man sich wieder, wenn einer von Beiden fremdgegangen ist? Eine unkonventionelle Lösung ist die französische Methode: Der betrogene Partner sollte ebenfalls zeitnah fremdgehen. Für die Balance. Ansonsten dauert die Auseinandersetzung über den Seitensprung etwa ein bis 25 Jahre. Was auch helfen kann: Den anderen deutlich mehr und häufiger als vorher mit Komplimenten, Berührungen und kleinen Liebesbeweisen wie Briefen umwerben.
Wow. Dieser Tipp ist echt großartig und hilft der Beziehung sicher wieder auf die Beine - was ist eigentlich, wenn der andere Partner nicht fremdgehen will? Soll man ihn zwingen.

78) Wie lebe ich meine leicht exhibitionistische Seite aus? Sich auf der Restaurant-Toilette den Slip auszuziehen und ihm unter den Tisch zu reichen, ist sexy. Wirklich aufregend ist es aber, wenn sie ihm die Gabe über den Tisch reichen, während der Kellner abräumt. Oder im Fahrstuhl, wenn Fremde dabei sind.
Ich...Ich weiß gar nicht was ich dazu sagen soll...Dieser Tipp...Gott, allein die Vorstellung, wie eine schüchterne Büromaus im Aufzug ihr Hösschen auszieht....BWAHAHAHAHA.

89) Wieso sind Frauen auf die Rechte (oder Linke) Hand eines Mannes eifersüchtig – wenn er es sich selber macht?
Es gibt Frauen, die tatsächlich auf Jill eifersüchtig sind? ERNSTHAFT?

Okay - also die Tipps für erwachsene Frauen sind eigentlich fast noch einen Tacken härter als die Tipps für 13-Jährige. Jetzt stellt sich mir die Frage: Sind die Frauen aus dieser Zielgruppe selbstbestimmt in der Lage, diesen Mist als Mist zu enttarnen - und wenn ja, warum gibt es dann sowas?

Yeah, xx



Donnerstag, 8. September 2011

Parteien für den Wutbürger



Früher war alles besser. Männer waren der Herr im Haus, die Frauen haben gekocht, gewaschen und gebacken, Die Opposition der Jugend beschränkte sich auf Rockmusik und wer konservativ war, wählte die CDU, Sozialrebellen die SPD, und die FDP durfte sich am Ende entscheiden.

Pah, heute hat der individualisierte Bürger die Wahl aus 5 großen (okay, okay, 4, die FDP ist mittlerweile auch eher scheintot) Parteien und so vielen Splittergruppen, wie es Bürger gibt, die zur Wahl gehen (okay, auch diese Zahl ist mittlerweile überschaubar). Da wird den Alten, Spirituellen und Religiösen eine Plattform zum politischen Selbstausdruck gegeben und man meckert immer noch rum. Sowas auch!

Das Problem ist: Parteienwahlrecht ist uncool. Dem Wutbürger von heute geht es nicht um eine politische Richtung, sondern nur um Eigennutz. In der Mehrheit sind dies Menschen, die sich über Konsequenzen ihres Handelns keine Gedanken machen und es lieben, anderen Vordenkern hinterherzulaufen.  



Beispiel Windräderprotest: Der parteipolitische Einheitsbrei findet Umweltstrom eigentlich ganz knorke, egal ob nun die Grünen (die sowieso), die SPD, und selbst Union und FDP sind inzwischen  öffentlichkeitswirksam der Ansicht, dass Atomstrom blöd ist und Natur eigentlich ganz nett. Hat natürlich nix mit vermeintlichen Weltuntergängen in Japan zu tun. Vorher war’s denen nämlich eigentlich allen relativ egal. Aber jetzt – so der allgemeine politische Konsens – sollte möglichst bald auf ökologische Stromversorgung umgestellt werden.

Aber da kommt der gemeine deutsche Wutbürger ins Spiel: Die german Angst vor Atomkatastrophen noch im Augenwinkel zuckend, beschwert er sich über die blöden, großen hässlichen Windräder im Vorgarten.
Denn natürlich sind die Handlungsmotive der Bürgerproteste nicht rundum selbstlos. Sie werden nicht allein von der Sorge um den Bestand der Fledermäuse, rarer Biotope oder uralter Bäume angetrieben. Sondern allein aus dem Bestreben, ihre Immobilien nicht im Wert sinken zu lassen.



Wen soll so eine Person denn dann auch groß wählen? Die großen Volksparteien ähneln sich nicht nur, sie haben auch solche speziellen Vorhaben nicht auf ihrer Agenda, schon gleich zweimal nicht, weil die Wutbürger stark egoistische Interessen haben. Also werden Bevölkerungsinitiativen gegründet, Wahllisten gemacht, und Splitterparteien nur zu diesem Zweck in die Kreistage gewählt.

Da kann die SPD mit ihrer Vision von Mindestlöhnen und Umweltstrom nicht viel reißen.

Haben wir wieder was gelernt:
  • Okay, das hat eher was von einer Kolumne, aber hey, mein Blog, meine Hirnausscheidungen
  • Wow, der erste richtige Politikbbeitrag seit ~3 Monaten, yaay!
  • MMh, nach 5 Tagen habe ich schon Ansätze aus der Hölle. Also werde ich wohl noch am Wochenende quietschepink!
  • Wow, ich hatte gestern knapp 1500 Besucher, und das nur dank eines Kommentars bei Klopfer. Finde ich persönlich ja mal ganz toll.


Yeah, xx

Samstag, 3. September 2011

Von Dunkelrot zu Blond - eine Dokumentation.

Ich komm wohl nie wieder dazu, einen vernünftigen Beitrag zu posten. Entschuldigung an all die Business-Männer, die von diversen Blog-Verzeichnissen hergebracht werden, weil ich dort überall unter "Politik-Blog" stehe und dort zumindest sowas in der Art wie eine Quote erfülle.

Aber, es ist etwas unglaubliches passiert! Ich bin blond!

Gut, genau genommen eher orange, aber hey - das allererste Mal in meinem Leben habe ich Blondierung auf meine dunklen Haare geschmiert. Warum? Nunja, das Internet hat mich dazu gezwungen. Im Multimediaxis Forum, wo ich schon seit ewigen Urzeiten (= 7 Jahre) bin, hat entschieden. Ja, hat es. Also, ich musste liefern.
Wer nur ein bisschen was von Nerdkultur versteht, kennt die bindende Wirkung von Internet-Spaßumfragen!



Also, meine Haarfärbung war entschiedene Sache - also: Hier die große Bilderserie: Von Rot auf Blond auf Quietschepink! Quietschepink kommt übrigens erst, wenn ich bei meinen Eltern war - die haben mich nicht mehr blond gesehen, seit ich 7 war.

Zuerst: der vorher Zustand: Rausgewachsenes Dunkelrot, dass ich eigenständig nicht mehr heller bekommen habe und was allgemein so GAR keine Farbe mehr annehmen wollte. Okay, also die Radikalkur!



Schritt 1.1: Haare schneiden. Ja, das mach ich selber, und funktioniert auch - ich finds meistens besser als vom Friseur. Und man muss dabei mit niemandem reden!



Unsere heutigen Hauptdarsteller!



...anmischen (und ja, ich bin nackt hinter dieser Flasche. Smexy, oder?)



Und das war 5 (!!) Minuten, nachdem ich die Pampe draufgeschmiert hatte - meine Ansätze waren da schon komplett weiß, mit wurde Himmelangst, und ansonsten...hat gar nicht so sehr gebrannt wie ich dachte. Yeah, gebt den Farbpigmenten einen Arschtritt!



So, und weil ihr eh nur alle hier seid, um zu bewundern begaffen, wie unfallartig meine ersten Blondierungsversuche gelaufen sind:
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Ich finds eigentlich ziemlich geil  Der Farbverlauf sieht aus wie gewollt, ich hab ein paar voll tolle braune Strähnchen, und das Badlicht sorgt dafür, dass ich aussehe wie eine Cracknutte auf Schlafentzug:



Mmh, mein Zimmer-Neonlicht schluckt eine Menge Farbe - aber hier sieht man den Farbverlauf ganz gut.



So, nächstes Schritt, nach dem Elternschocker: Quietschepink. Und dabei mag ich das Blond doch so sehr ;__;





Blond wär jetzt euphemistisch.






Also, liebe Bloggemeinde: Was sagt ihr? Love it or leave it? (Argh, diese Formulierung ist furchtbar!) Was denkt ihr über die bindende Wirkung von Internet Umfragen? Und vor allem: Hättet ihr das auch gemacht?


Yeah, xx



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