Montag, 26. März 2012

Liebes Vodafone Marketing-Team...

ich stehe irgendwie voll auf Werbung. Zum einen, weil ich Kommunikationswissenschaft studiere, zum anderen, weil ich gerne alles analysiere. Eure Fernsehwerbung spricht die feschen Indie-Jungs und -Mädels an, ist hip,hip,hip und hat meistens Songs mit nerviger Radio-Ohrwurmqualität. Aber eurem Direktmarketing gehört der Arsch versohlt. Enorm.

Ich war eine Woche in Berlin. Dazu gehört: Alexanderplatz. Auch wenn ich Menschen eigentlich nicht mag. Vor allem nicht viele auf einem Platz. Aber hey, es ist BERLIN, also lass mal drüber weggsehen. Und, ich wurde angesprochen. Von einem jungen Päarchen.

Erster Punkt: Wenn man bei dem Gespräch mit Vodafone-"Kundenberatern" das Gefühl hat, dass man mit dem Teil einer Taschendiebstahlbande redet, die einem gleich die Handtasche klauen, ist das kontraproduktiv.

Zweiter Punkt: Selbst wir popelige Befragter der TU Dresden müssen Namensausweise gut sichtbar tragen. Wenn mir jemand einen Telefonvertrag andrehen will, wäre das auch von Vorteil. Man hat in keinster Weise erkannt, das die beiden Engel von Vodafone gesendet wurden. 

Also, was ist passiert. Die beiden haben mich gefragt, was für einen Handyvertrag ich habe, wie viel Geld ich dafür bezahle, und ob ich älter als 18 bin. Weil ich dieses Prozedere kenne, hab ich ausweichend geantwortet. Die junge Dame meinte dann, sie sei auf der Suche nach einem neuen Handy-Vertrag. Klar. Sicher. Und fragt dazu auf dem Alexanderplatz Leute zwischen 18 und 25. Mit der Hand fest an meiner Handtasche hab ich ihr dann brav erklärt, welchen Vertrag ich habe, wie die Konditionen sind und was für ein Handy ich habe. Zwischendrin dachte ich wirklich ob ich nur paranoid sei, und sie wirklich nur auf der Suche nach einem Handy war. Gab ja an ihrer Kleidung keinerlei Hinweiß, dass sie geschäftlich hier war.

Sie war dann sichtbar geschockt, weil sie meinen (tollen!) Anbieter smartmobil nicht kannte und hat sich erstmal zurückgezogen und irgendjemanden angerufen. Der Mann hat dann weiter auf mich eingeredet und wollte mein Handy sehen. Ich halte es kurz hoch, und er grabscht danach.

Dritter Punkt: Der Eindruck der Diebstahlsbande wird nicht verbessert, wenn der Vodafone-Marketing-Angestellte nach meinem Handy greift.


Die gute Dame kam dann lächelnd wieder, die beiden haben sich kurz angeschaut und dann ging es los: "Wir sind von Vodafone, und bieten grade einen ganz tollen Vertrag für junge Leute an, rablubb...."

Vierter Punkt: Ich schliesse meine Handyverträge ungern auf dem Alexanderplatz ab. Geht wohl vielen so. Wirkt nicht grade seriös.

Ich hab mich dann, stinksauer, verabschiedet.

Liebes Vodafone-Team: Diese Art der Kundenakquise ist veraltet, nutzlos und macht nicht grade einen positiven Eindruck. Lasst das bitte. Und das bitte meine ich nicht freundlich, sondern nachdrücklich.

Yeah, xx

Kommentare:

  1. Diese Leute sind generell angsteinflössend. Rennen schreiend auf einen zu und wedeln mit den Armen. Als ob man sie in ihren roten Windjacken übersehen könnte.
    Manchmal tun sie mir auch leid, denn inzwischen machen ungefähr alle einen Bogen um sie.

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  2. Ich weiß auch nicht, wer sich davon noch was verspricht. Die Strommafia arbeitet ähnlich. Klingelt an der Tür, sülzt ein voll, man würde zu viel bezahlen und will ne Unterschrift... und wenn man ihnen dann sagt, man kaufe aus Prinzip nix an der Türschwelle und man wolle sich erstmal in Ruhe informieren, dann ziehen sie gleich den Schwanz ein. Ich meine, ich kann mir gut vorstellen, dass ein paar verunsicherte Rentner oder leicht beeinflussbare Idioten auf sowas reinfallen... aber das hat dann schon was von Betrug.

    Manchen Marketingabteilungen gehört echt der Hahn zugedreht...

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  3. Das war ja wirklich ein schokierendes Erlebnis! Bis jetzt ist mir glücklicherweise immer gelungen, sofort die Flucht zu ergreifen!

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