Dienstag, 24. Mai 2011

Liebes-Leben.


Okay, okay, ich weiß, ich rege mich unheimlich gern über Pseudo-Intelligenz und hippes Angeben mit der Hippness auf – aber hey, ich selber habe jetzt auch die erste Folge von „Mad Men“ gesehen, laut dem Tumblr-Meinungsbild ja offensichtlich auf einer Ebene mit der „Big Bang Theory“. Und da gab es ein Zitat, das passt. Jaja, Zitate sind auch Hip. Ich sollte mir ein Dreieck in den Header bauen.

Don Draper, Werbemensch: „What you call love was invented by guys like me to sell nylons.“

Also, wie ist das? Warum gibt es sowas wie Liebe überhaupt, und warum ist das so tief in unserem Willen verankert?
Natürlich, die Kinderaufzucht. Das wäre dann der biologische Grund. Die chemischen Stoffe, die uns sagen, dass wir verliebt sind, dienen eigentlich nur dazu, die eigentlich evolutionär unlogische Monogamie am Laufen zu halten. Aber da zwei Steinzeitmenschen mit Keule besser erziehen als einer alleine, gibt’s eben die Liebe. Hat sich bewährt. Und heute?

Das Idealbild sieht ja so aus: Man findet sich in den Zwanzigern, nachdem man sich fein ausgetobt hat, liebt sich, heiratet, durchsteht schwere Krisen gemeinsam, setzt Nahkommen in die Welt, erzieht sie, baut ein Haus, lebt zufrieden bis ans Ende der Tage im gemeinsamen Häusschen.

Geht es nur mir so, oder klingt das unheimlich abschreckend?



Ist das nicht aber wirklich ein Medien-induziertes Bild? Ist Liebe wirklich diese „Sache“ oder heisst Liebe auch, dass man sich ziehen lässt, andere Menschen im Liebesleben zulassen kann oder een etwas ganz selbstdefiniertes? Ich weiß es nämlich nicht. Was ist Liebe?

Haben wir wieder was gelernt:
  • Warum ich das frage? Sagen wir es so, ich frage mich grade einfach eine Menge Sachen und alles ist sehr Moppelkotzig. Außerdem ist mein Lieblingskaffeeautomat in der Uni kaputt.
  • Meine Mitbewohnerin zieht aus. Yeah, endlich! Haha, das freut mich so sehr. Blöde Schnalle.
  • Schnittlauch fängt schon nach drei Tagen an zu grünen.
  • Meine Filmbildung nimmt immer mehr zu, ich habe jetzt das erste Mal "Das Schweigen der Lämmer" gesehen. Feiert mich.
  • Außerdem: Hai!




Yeah, xx


Samstag, 21. Mai 2011

Willstebumsen?! #2

Also, erst zwei Tage im Land und schon geht es weiter mit den fröhlichsten Erlebnissen von Willstequatschen!

Die Ausgangsfrage von mir, nach einigen Versuchen, mich zu einem Treffen zu überreden:


Ich:


Er:
Awwwwwwr~ Aber Moment mal? Wo bleibt meine emanzipierte Sicht aufs Selbst?
Ich:

Er
Das ist aber nett!

Ich:
Ich werde ja schon sehr selten für meine Intelligenz gelobt!

Er:
Diese Freute teil ich doch gern!
Ich
Mal schauen, worauf das hinausläuft....

Er:
-.-*



Yeah, xx


Donnerstag, 19. Mai 2011

Willstebumsen?! #1

Ich habe ja schon gelegentlich über meine Erlebnisse bei Willstequatschen geschrieben, und jetzt werde ich euch endlich teilhaben lassen! Willkommen bei der ersten Folge von Willstebumsen?!


Unser heutiger Kandidat ist für mich ein alter Bekannter, an dem ich mein liebstes Hobby gleich am besten erklären kann: Idioten durch Dresden schicken. Den Herren Methfisto habe ich in 2 Wochensage und schreibe 6 mal mitten in der Nacht quer durch Dresden geschickt, weil er mich ja sooo unbedingt treffen wollte. Wozu? Naja, zu seiner Lieblingsbeschäftigung. Lest hier den Anfang unserer wunderbaren Liebesgeschichte!


 Er:

Hallo Unbekannter! Nein, das muss doch auch anders gehen? Mmh, mal schauen, was passiert:  

  
 Ich:

Er ist berechtigterweise irritiert: 


 Er:

Ach wenn schon, denn schon, verwirren wir ihn!:



Ich:



Seine Antwort darauf ist...unerwartet: 

 Er:



Ja, danke auch für den Nachtrag! 



Yeah, xx

Mittwoch, 18. Mai 2011

Warum meine Arbeit eigentlich sinnlos ist...


...oder warum wir eigentlich nur hoffen, dass es nicht so ist.




Ich mache ja bei CATI-Forschungen mit. Computer assisted telephone interviews. Eine sehr weit verbreitete sozialwissenschaftliche Befragungsmethode. Aber die hat ihre Tücken, die mich manchmal an der Reliabilität der Forschung zweifeln lässt.

Aber von vorn: Ich scheine ja eine megageile Telefonstimme zu haben. Mal abgesehen davon, dass ich im hohen Alter also immernoch das Standbein der Erotikhotlines zur Verfügung habe, eigne ich mich damit eigentlich ganz toll für diese Befragungsart. Aber andernseits: Was, wenn manche Männer ihre eigentliche Meinung schönen, um der Pornostimme besser zu gefallen? Letztendlich ist doch alles nur vom Fick-Trieb geleitet, auch wenn ich nur eine Stimme bin. Sagt man einer jungen Frau am Telefon, dass man gegen Abtreibung und Frauenrechte ist?

Es wird dagegen vorgebeugt, wir dürfen bei Strafe keine Meinungen oder Ähnliches äußern. Eigentlich sollen wir nur roboterartig durch den Fragebogen rauschen, um möglichst von uns auf den Befragten zu übertragen. Interviewer-Effekte nennt man das. Aber ganz lässt sich das natürlich nicht verhindern.



Eine andere Sache ist noch, dass ich noch nie gehört habe, wie jemand in Dresden NPD-Wähler ist. Die rechte Fraktion im Stadtrat hat immerhin 12000 Stimmen bekommen, im Landtag von Sachen sitzen 5,6 % NPDler. Aber niemand gibt das zu, wodurch wir auch keine exakten Zahlen zusammenbekommen. In der Wahlkabine ist man dann eben doch alleine.

Außerdem können wir, logischerweise, nur Festnetzanschlüsse anrufen – und viele junge Menschen haben sowas gar nicht mehr. Deswegen rede ich zu 70% mit Rentnern – ist das repräsentativ?
Viele Leute verweigern, das heißt gewisse Persönlichkeitskreise erreichen wir gar nicht – ist das repräsentativ?

Also, warum machen wir den Quatsch überhaupt? Naja, weils genau genommen nichts besseres gibt. Japp, so traurig das klingt. Internet-Umfragen? Beantworten nur die, die Lust und Zeit haben, für die Marktforschung okay, aber für die Wissenschaft zu unsicher. Straßenumfragen? Zu teuer und auch hier sind tendenziell mehr Leute ohne Job in der Stichprobe (ja, das ist die Begründung.)

Eigentlich alles doof.



Haben wir wieder was gelernt:

  • Yay, ich wurde heute gezählt! Aber nur in der Quickie-Studentenwohnheimsversion – nach 2 Minuten war die gute Dame schon wieder weg. Das war mein Beitrag zum Zensus.
  • Ach, ich mag Willstequatschen sooo sehr. Nicht. Aber ab sofort teile ich mit euch meine Erlebnisse auf dieser großartigen Seite! Seid gespannt!
  • Also ich bin heute losgezogen, um im IKEA Muffinförmchen zu kaufen. Ich besitze jetzt:
  • Einen 1m großen Kuschelhai
  • Ein neues Kleid
  • Einen Schafsfell-Teppich (war reduziert ._.)
  • Einen Laptop-Tisch
  • Ein Playstation 2 Spiel zum Ballern (nach Flirt mit Gamestop-Mensch für 4 Euro ._.)
  • Pink Flamingo-Haarfarbe (Hach, ab morgen abend werde ich dann wieder leuchten wie ein schwuler Atompilz)
  • 2 Kerzen
  • Ein David Hasselhoff-Poster fürs Klo
  • Und keine Muffinförmchen.
Yeah, xx

Montag, 16. Mai 2011

Allgemeine Grüppchenbildung



Das erste mal richtig bewusst geworden ist es mir in der Oberstufe. Nein, nicht, dass es so etwas wie Grüppchenbildung gibt, das war mir schon klar (Schmerzhaft klar.) – sondern mir ist klargeworden, dass es keine auf Teenager limitierte Verhaltensweise ist:  Unsere Lehrer waren genauso – oder noch schlimmer (man war versucht, Ausreden zu erfinden, um irgendwie ins geheiligte Lehrerzimmer zu kommen, nur um an dem Spektakel teilhaben zu können. Herrliche Sozialstudien. Was hab ich mir nochmal dabei gedacht, nicht gleich Soziologie zu studieren?)

Fakt ist: Grüppchenbildung existiert überall, ob im kleinen sozialen Rahmen oder im großen Gesellschaftlichen (Ihr wisst schon, arm gegen reich, rechts gegen links - ist auch nichts anderes als Grüppchenbildung auf makrosozialer Ebene.). Und natürlich gibt es auch einen Wissenschaftszweig, der sich mit solchen Themen befasst: Meine Damen und Herren: Die Soziomathematik! Ich stehe ja sowieso auf Bindestrich-Wissenschaften, aber das finde ich total klasse. Welche Faktoren wichtig sind, damit eine Gruppe lange Zeit stabil bleibt, auf welchen Variablen diese Bindung aufbaut, und wie sich eine soziale Gruppe zusammensetzt – alles Themen, denen diese Forscher dann nachgehen.

Gerne würde ich euch auch verraten, zu welchen Ergebnissen sie kommen, aber dazu müsste ich das Fachblatt für sozialwissenschaftliche Mathematik für nur 23,50 im Monat bestellen (Blöde Fachverläge -.-). Und ich bin schon damit überfordert, jeden Monat auf die Jagd nach dem Journal of Communication Research in der Unibibliothek zu gehen. Also, seid milde mit mir.

Welche Erfahrungen habt ihr mit Grüppchenbildung? 




Haben wir wieder was gelernt:
  • Ich steh so sehr auf Bindestrich-Wissenschaften - Hier meine Lieblinge aus dem Bereich der Soziologie:
  • Maritime Soziologie (Blubb?) 
  • Zeitsoziologie (lacht nicht, ich les da grade ein Buch drüber!)
  • Katastrophensoziologie
  • Freizeitsoziologie ("Muttiii, was machen wir heute?" "Soziologie!") 
  • uuuuund: Thanatosoziologie!
  • Wow, ich bin begeistert von mir, nach nur drei Tagen kann ich schon 8 Minuten am Stück joggen. Das hab ich nichtmal in der Schulzeit gepackt ^.^
  • Es ist verflucht schwierig, ein CT (=Community-Treffen) zu planen, wenn man jeden Tag mit Fragen nach irgendwelchen Details bestürmt wird
  • Die Ex-Informatik-Studentin hat heute zum ersten Mal ein virtuelles Laufwerk erschaffen. Aber auch nur dank vieler, vieler Nerven, die ein armer Mensch aus dem TS an meinen doofen Fragen lassen musste :L
  • Ich hab keine Schokolade mehr und gehe jetzt deswegen ins Bett. Gute Nacht!

Yeah, xx



Mi-Ma-Meckerland



Blöde Drecksfliege. Warum ist keiner mehr im TS? Und warum habe ausgerechnet ich Mitbewohnerinnen, die fast den Ofen anzünden und nichts sagen, damit ICH den Ofen anzünde? Wah. Alles Scheiße, alles Mist und außerdem ist es viel zu warm.

Okay, okay, Deutschenbashing ist schon so ein bisschen doof – allgemein,  ist es nicht furchtbare Verallgemeinerung von der „German Angst“ oder anderen Nationalitätenmerkmalen zu sprechen? Es gibt ja auch in Spanien oder Schweden furchtbare Meckerliesen und die russische Oma, die ich für meinen Job befragt habe, war auch alles andere als kooperativ (aber sie hat brav mitgemacht – aus Bürgerpflicht. Das lob ich mir, bzw. so hab ich wieder 12 endlose Minuten rumgebracht).

 Jetzt ist mein Wasser alle und die Fliege schwirrt mir immer noch um den Kopf.

Fest steht, das Deutsche allgemein als unlustiges und spießiges Volk gelten – und sei es nur in der Selbstwahrnehmung. Die aktuelle South Park-Folge zeigt das herrlich. Der Schul-Comedy-Preis für das unlustigste Volk geht an Deutschland – und die stürmen daraufhin die Grundschule von South Park und wollen alle erschießen. Und wer muss das wieder ernst und mit Moralkeule aufnehmen? In den Kommentaren auf Planearium wimmelt es von allgemeinem South-Park ODER Deutschenbashing. Beides ziemlich hirnrissig, beides ziemlich…blöd?



Aber stimmt das? Meckern die Postangestellten bei uns mehr als in England? Und wie definiert man „Meckern“ überhaupt empirisch? Meckert man in England vielleicht einfach anders? Weniger „aggressiv“ als in Deutschland? Wie kann man das in Fragebögen erfassen? Was spielt die Rolle der Menschen für eine…ähm…Rolle?
Ja, die soziologische Hirnwäsche wirkt, ich sehe ALLES in messbaren Variablen .

Also – was denkt ihr: Ist Deutschland ein Volk der Meckerliesen und Meckerpeter oder hat jedes Land auf seine Weise genau dieselbe Art?

Haben wir wieder was gelernt:
  • Ja, dank meiner herzallerliebsten Mitbewohnerin hätte ich beinahe die Wohnung angezündet: Sie meinte ein Bachblech mit zusammengeknüllten Papier auf die oberste Schiene im Backofen schieben sei eine tolle Idee - naja und als ich dann den Ofen angemacht hab und grade gehen wollte hab ich grade noch so bemerkt, dass irgendwas komisch riecht und konnte das Feuer noch schnell ausschlagen. Boah, mein Herz.
  • Uni? Uni! Dieses Semester ist sowas von...zäh. Furchtbare Dozenten (in der ersten Reihe bekomm ich grade noch mit, was er vorliesst), furchtbarer Studienberater ("Ach, das Webportal mit den Pflichttexten hat ein Passwort...Jaja, ich such ihnen das mal raus...), kein einziger Professor ("...und stellen sie sich vor, zwei Vorlesungen dieses Jahr haben sie sogar bei einem RICHTIGEN Professor!"), furchtbarer Stoff  ("Eine Sonntagszeitung erscheint....Sonntags!" *Gasp* "Das wurde im 1354. Medienänderungsstaatsvertrag so festgeschrieben!")
  • Yay, von meinem Politikumfragen-Job gibts auch nichts wirklich tolles zu berichten.
  • Kurzum: Alles scheisse. Gute Nacht.

Yeah, xx

Mittwoch, 11. Mai 2011

Also eigentlich...

Ich kann ja eigentlich auch Outfit-Bloggerin werden!


Ich wollte keinen "Wuhu, ich lebe noch, habt mich lieb"-Post schreiben. Echt nicht. Aber hey - ich habe meinen Blog in letzter Zeit ECHT vernachlässigt, und TROTZDEM habe ich drei neue Leser gewonnen. DAS muss doch was heißen.

Also: Entschuldigung, aber ich bin erstens sehr eingespannt was [Switch] 42 angeht (+ das megadolle geheime Projekt, dass wir nächste Woche präsentieren wollen). Hier erstmal die aktuelle Folge [Switch] 42, damit ihr euch auch was darunter vorstellen könnt, was ich so treibe, wenn ich meinen Blog vernachlässige:




Außerdem habe ich wieder an der Uni gearbeitet, die Uni allgemein lässt mich selten mal vor um 7 aus ihren heiligen Hallen torkeln (und das, obwohl ich dieses Semester NIX vernünftiges habe - echt nicht!) und sowieso liege ich viel zu oft vorm RTL-Assi-TV. Alles Recherche.

Also, irgendetwas muss sich ändern. Aber ich hab keine Ahnung ob und in welcher Weise ich Bollocks and Bitches weiterführen will - also das ob nicht so sehr, aber das Wie. Und da kommt ihr ins Spiel: Was wollt ihr lesen?
Referate über meine Nagellacke und Lippenstifte?
Themen, die mir an der Uni begegnen, also Soziologie, Gesellschaft und Medienwissenschaft?
Oder politischen Kram - obwohl ich dazu vordergründig gar keine große Lust habe.

Sagt es mir, ich brauche in gewisser Weise einen Orientierungspunkt.

Mittwoch, 13. April 2011

Depressionen und Anomie



Es sollen noch Zeichen und Wunder geschehen – nicht nur, dass ich heute zum allerersten Mal in meinem Leben Glück beim Finden einer verlorenen Sache hatte (mehr dazu dann unten bei „Haben wir wieder was gelernt“), nein, das Spiegel Online Forum, immer wieder ein Quell der dämlichsten Meinungen, Ansichten und Kopf-Tischkante-Momente, hat einen vernünftigen Beitrag hervorgebracht! In der Diskussion über die Kosten, die Depressionen in Deutschland jedes Jahr verursachen, hat ein Forist folgendes geschrieben:

„Das Problem ist Ursachen, die oft in der Kindheit liegen natürlich der Druck der Konsumgesellschaft, der Zwang, bestimmte Charaktereigenschaften haben zu müssen, oder zumindest zu heucheln, die heute in jeder Stellenanzeige verlangt und überall propagiert werden. Man muss ehrgeizig sein, man muss "Biss" haben, haben muss "teamfähig" sein, man soll kommunikativ sein, die richtigen Ansichten haben, die richtigen Dinge kaufen, blabla. 
Dumm für jeden, der dieser Richtschnur nicht entspricht. Umso länger man versucht, dem System zu entsprechen, umso schlimmer wird es, bis diese dauernde Selbstverleugnung sämtliche Energie frisst, die man hat. Aber was bleibt einem anderes übrig? Hartz4. 
Eine funktionierende Arbeitsteilung braucht auch Leute, die glücklich und zufrieden einer einfacher Arbeit nachgehen. Aber das können sie nur zufrieden tun, wenn sie dafür anerkannt werden und nicht ständig suggeriert bekommen, was sie alles nicht sind und nicht haben.“




Natürlich sind das nicht die einzigen Gründe für Depressionen – denn so leicht ist es nicht. Ich will hier aber nur auf diesen Teil der Krankheit hinaus – natürlich können Depressionen auch aus privaten Problemen entstehen. Hier zählt aber die Anomietheorie von Durkheim: Er hat im 19. Jahrhundert Selbstmorde erforscht und hat einen Zusammenhang zwischen Selbstmordrate und Wirtschaftsstatus festgestellt. Bei Selbstmorden ist es ganz ähnlich: Es gibt die persönlich Motivierten und die Anomischen. Während persönlich motivierte selbsterklärend sind, deuten anomische auf allgemeine gesellschaftliche Prozesse hin, die mehr Menschen als „normalerweise“ zum Selbstmord – oder zu Depressionen – treiben.

Und in genau so einer anomischen Phase befanden wir und zumindest die letzten paar Jahre – da es ja aber derzeit einen  wirtschaftlichen Aufschwung zu geben scheint, sollten auch die Selbstmord- und Depressionsquoten sinken. 

Zumindest, wenn man davon ausgeht, dass die momentanen Quoten tatsächlich vom Zustand der Anomie herrühren und nicht von einem veränderten Menschenbild allgemein, wie oben angesprochen.



Haben wir wieder was gelernt:
  • So, zur oben angesprochenen, sehr lustigpeinlichen Geschichte mitten aus meinem aufregendem Leben: Ich hatte meine gesamten Klamotten, die ich mit in der Heimat hatte (und die dort freundlicherweise gewaschen wurden ^.^) in einer furchtbar hässlichen Handtasche verstaut. Diese habe ich erst beim Herren Freund gelagert, und gestern hat er sie mir freundlicherweise mit in die Stadt gebracht, als wir uns dort getroffen haben. Auf dem Heimweg zu mir waren wir noch in diversen anderen Läden und einem Bus. Als wir dann zuhause waren und ich auf meinem Handy nach der Zeit sehen wollte - war die Tasche mitsamt Handy und etwa 75% meiner Klamotten weg. Skye in hellster Panik und Aufregung Emails an alle besuchten Läden und die Dresdner Verkehrsbetriebe geschrieben. Keine Antwort bekommen (klar, war ja schon abends). Noch mehr Panik, dann Frust, dann drüber Lachen, dann noch mehr Frust. Und dann die Wende: Bisher habe ich nix je wieder gesehen, was ich verloren habe (2 Jacken, eine Plüschente, die ganz bestimmt auf Weltreise ist O.O, zwei Ketten) - aber dann, nachdem ich heute nochmal durch alle Läden getingelt bin, halte ich sie wieder in meinen Händen. Gott was bin ich froh, glücklich, dankbar und peinlich berührt ^^
  • Yay, morgen ab um 9 in der Dresdner Innenstadt den Verkehr zählen. Gibt ja nur eine Sturmwarnung für morgen früh -.-*
  • Mein neues Parfüm, Mojo Black ist awesome-toll ^.^ Außerdem fühlt man sich sehr begütert, wenn man im Douglas einkaufen geht. Also ich fühl mich jedenfalls so.



Yeah, xx


Montag, 11. April 2011

Ich schaue nur 583 Minuten am Tag Fernsehen!



Ein positiver Aspekt des neuen Semesters sind neue Pflichttexte, die vor allem am Anfang zur Einführung ins Thema noch halbwegs eingängig geschrieben sind. Deswegen weiß ich jetzt bestens über Mediennutzungszeiten Bescheid – dank Pflichttext I: „Trends in der Nutzung und Bewertung der Medien 1970 bis 2010“. Klingt erstmal spannend wie Fußpilz, ist aber ein sehr informatives Textlein (14 Seiten, viele Zahlen, viele Grafiken, nett geschrieben, 30 Minuten mit 5 Minuten aufregen über die durchschnittliche tägliche Nutzungszeit).Wirklich fasziniert hat mich dann das Endergebnis:

Der Durchschnittsdeutsche verbringt jeden Tag 583 Minuten mit der aktiven Nutzung von Medien irgendeiner Art. Fast 10 Stunden. Das sind ~65% seiner Wachzeit.
Das heißt Fernsehen, Internet, Radio, Zeitungen. Den größten Teil, nämlich 408 Minuten machen Radio und Fernsehen aus – ganz klar, das Radio ist ein „Nebenbei-Medium“ (oder, mein neues Lieblingswort „Tagesbegleitwellen“), dadurch kommen schnell diese hohen Zahlen zustande. Nichts desto trotz hat das Radio ein vergleichsweise maues Image, vor allem im Vergleich zum Internet.



Das gilt nämlich immer noch als unterhaltsam, informativ, unabhängig. Genutzt wird es – Überraschung - vor allem von der jüngeren Altersgruppe der unter 30Jährigen. 83 Minuten gehen pro Tag übrigens fürs surfen drauf, 50% davon ohne richtiges Ziel. Verschwendete Zeit?

Was allerdings laut meinem Professor richtig unschön ist sind die Zahlen für die Tageszeitungen – sagenhafte 7 Minuten am Tag. Ist die Jugend nachrichtenresistent, dumm und nicht an der Welt interessiert? Nein, die Nachrichtennutzung an sich hat sich dank Internet in unserer Altersgruppe sogar verdoppelt. Insofern frage ich mich schon, inwiefern diese Studie noch Sinn macht (Diese Mediennutzungsstudie wird alle 5 Jahre gemacht) – schließlich gibt es mit dem Internet ja inzwischen alles in einem. )

Trotzdem bereitet mir diese lange Berieselung jeden Tag schon Kopfzerbrechen. Je länger man von den Medien beschallt wird, desto besser prägen sich vielleicht manche Dinge in den Geist ein?




Haben wir wieder was gelernt
  • Dresden \o/ Auch wenn das Wochenende schön war (minus 2,3 Stunden, aber okay, besser als erwartet)
  •  Das Hühnchen-Zeug vom Semmelkönig ist jetzt eher nicht so lecker.
  •  Morgen darf ich 8 Stunden in der Uni hocken. Naja, der Pflichttextordner ruft nach mir. Und ich habe meinen Laptop. Und sowieso. 
  •  Ich bekomme heute endlich mein Geld von der Uni, bestelle dann gleich mal Klamotten und Donnerstag darf ich in der Dresdener Innenstadt den Verkehr zählen. Yeah. Und Freitag bestelle ich dann was beim EMP (SUM 41 und Bad Religion Shirts <3 ). Schön, zur Abwechslung mal Geld zu haben.

   












Yeah, xx


Samstag, 9. April 2011

[Switch] 42 - Die Makerschau

Dass ich beim RPG-Atelier Reviews schreibe dürfte ja dem geneigten Leser nichts Neues sein (auch wenn ich versuche das hier damit möglichst rauszuhalten, ist schliesslich eigentlich ein Blog für andere Sachen). Meine offizielle Stellung ist die eines Maker-Heroldes


Wir Maker-Herolde arbeiten ja eigentlich eher im Hintergrund, schreiben Reviews für die Hauptseite, posten News und feiern wilde Orgien. Doch jetzt haben wir uns etwas Neues ausgedacht – ein Youtube-Maker-Magazin mit dem Titel [Switch] 42. Dort werden ab demnächst Spiele reviewt, Empfehlungen gegeben und andere makerrelevante Themen besprochen. Geplant ist erstmal eine Ausgabe pro Monat von etwa 15 Minuten, die erste Folge erscheint nächste Woche und wird ganz im Zeichen von Vampires Dawn 1 stehen.

Es gibt natürlich auch schon einen Youtube-Channel *KLICK*


Aber genug der geschriebenen Worte, hier ist der Teaser, unser Mission-Statement (ich LIEBE dieses Wort), die nullte Ausgabe von [Switch] 42 – der Makerschau:




Ich wünsche euch viel Spaß damit, der Windows Movie Maker kommt direkt aus der Hölle, meine Stimme übersteuert wie ebenjene und es macht unheimlich viel Spaß, daran zu arbeiten. Ein schönes Wochenende noch!

Yeah, xx
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