Donnerstag, 8. September 2011

Parteien für den Wutbürger



Früher war alles besser. Männer waren der Herr im Haus, die Frauen haben gekocht, gewaschen und gebacken, Die Opposition der Jugend beschränkte sich auf Rockmusik und wer konservativ war, wählte die CDU, Sozialrebellen die SPD, und die FDP durfte sich am Ende entscheiden.

Pah, heute hat der individualisierte Bürger die Wahl aus 5 großen (okay, okay, 4, die FDP ist mittlerweile auch eher scheintot) Parteien und so vielen Splittergruppen, wie es Bürger gibt, die zur Wahl gehen (okay, auch diese Zahl ist mittlerweile überschaubar). Da wird den Alten, Spirituellen und Religiösen eine Plattform zum politischen Selbstausdruck gegeben und man meckert immer noch rum. Sowas auch!

Das Problem ist: Parteienwahlrecht ist uncool. Dem Wutbürger von heute geht es nicht um eine politische Richtung, sondern nur um Eigennutz. In der Mehrheit sind dies Menschen, die sich über Konsequenzen ihres Handelns keine Gedanken machen und es lieben, anderen Vordenkern hinterherzulaufen.  



Beispiel Windräderprotest: Der parteipolitische Einheitsbrei findet Umweltstrom eigentlich ganz knorke, egal ob nun die Grünen (die sowieso), die SPD, und selbst Union und FDP sind inzwischen  öffentlichkeitswirksam der Ansicht, dass Atomstrom blöd ist und Natur eigentlich ganz nett. Hat natürlich nix mit vermeintlichen Weltuntergängen in Japan zu tun. Vorher war’s denen nämlich eigentlich allen relativ egal. Aber jetzt – so der allgemeine politische Konsens – sollte möglichst bald auf ökologische Stromversorgung umgestellt werden.

Aber da kommt der gemeine deutsche Wutbürger ins Spiel: Die german Angst vor Atomkatastrophen noch im Augenwinkel zuckend, beschwert er sich über die blöden, großen hässlichen Windräder im Vorgarten.
Denn natürlich sind die Handlungsmotive der Bürgerproteste nicht rundum selbstlos. Sie werden nicht allein von der Sorge um den Bestand der Fledermäuse, rarer Biotope oder uralter Bäume angetrieben. Sondern allein aus dem Bestreben, ihre Immobilien nicht im Wert sinken zu lassen.



Wen soll so eine Person denn dann auch groß wählen? Die großen Volksparteien ähneln sich nicht nur, sie haben auch solche speziellen Vorhaben nicht auf ihrer Agenda, schon gleich zweimal nicht, weil die Wutbürger stark egoistische Interessen haben. Also werden Bevölkerungsinitiativen gegründet, Wahllisten gemacht, und Splitterparteien nur zu diesem Zweck in die Kreistage gewählt.

Da kann die SPD mit ihrer Vision von Mindestlöhnen und Umweltstrom nicht viel reißen.

Haben wir wieder was gelernt:
  • Okay, das hat eher was von einer Kolumne, aber hey, mein Blog, meine Hirnausscheidungen
  • Wow, der erste richtige Politikbbeitrag seit ~3 Monaten, yaay!
  • MMh, nach 5 Tagen habe ich schon Ansätze aus der Hölle. Also werde ich wohl noch am Wochenende quietschepink!
  • Wow, ich hatte gestern knapp 1500 Besucher, und das nur dank eines Kommentars bei Klopfer. Finde ich persönlich ja mal ganz toll.


Yeah, xx

4 Kommentare:

  1. Quietschepink ist doch nett... die pinkhaarigen in Animes sind immer so nett... so wie Lucy oder Nana aus Elfenlied ;)

    ansonsten, das nächste mal dann grün ;) das tragen immer besonders zurückhaltende Mädels, Zeit das mal zu ändern :D

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  2. Und die Moral von der Geschicht'? Wählen kann man, muss aber nicht...

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  3. Schön! Danke für diese ausführliche Begründung : D

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