Montag, 13. August 2012

Mhh, gibs mir du Strumpf! - Reloaded

Autor: Rechts im Bild


Nachdem ich (also nicht Skye, sondern der Typ, der bei ihr wohnt) im März bereits einen Blogpost über einen aufschlussreichen Artikel in der Jolie schrieb, musste ich zu meinem Leidwesen, in der neusten Ausgabe eine Fortsetzung finden...

Macht euch gefasst auf ziemlich perverse und (hoffentlich) gelogene Storys.
Vorneweg, das Erste was mir ins Auge fiel war der Satz
"In der April-Ausgabe lüfteten wir ja schon einige skurrile MÄNNERGEHEIMNISSE."
Das entspricht nicht den Tatsachen, da ich den Artikel darüber am 25. März geschrieben habe... die Jolie weiß selbst nicht wann sie ihre Artikel veröffentlicht...



Planwirtschaft

"Männer messen ihre Virilität nicht an der Häufigkeit der Fitnessclub-Besuche oder daran, wie lange sie die Luft anhalten können - bei uns zählt einzig die Wichsquote.
Eine WQ von 2/7 bedeutet zum Beispiel: zweimal täglich, jeden Tag die Woche (sehr gesund!).
1/2: einmal an zwei Tagen in der Woche (kränklich). Männer fragen einander also nicht: "Wie geht's [sic!]?" sondern "Wie steht's [sic!] und wie oft?"

Nein. Gott verdammt, nein. Also... vielleicht... ich hoffe nein.
Ich für meinen Teil habe es nie getan und werde es auch nie tun. Genauso wenig kenne ich andere Männer/Jungs die sowas jemals irgendjemanden gefragt haben. Dafür schämen sich die meisten sowieso viel zu viel.

Zusätzlich finde ich allerdings sehr interessant wie hier gleich konsequent festgelegt wird, dass der notorische Dauergeile, der es sich 2 mal am Tag, jeden Tag die Woche machen muss/will kerngesund und auch voll männlich ist. Wer sich aber nur zweimal die Woche befriedigt, ist krank und ein Schlappschwanz...Großartige Logik.



Das Maß der Dinge

"Ein Mann hat nicht nur zahlreiche Begriffe für seinen Penis, sondern auch für sein Sperma: Klött, Spucke, Ött, Rotz. Damit werden gleichzeitig Konsistenz und Menge bestimmt. Wenn man lange nicht mehr __________ (o.g. Bezeichnungen mit Partizip II kombinieren und einsetzen) hat, ist es puddingähnlich und eher wenig. Wenn man aber jeden Tag onaniert, vielleicht sogar mehrere Male, dann wird es mehr flüssig. Was ein Problem darstellt. Denn wir wissen oft nicht, wohin damit."

Bei ihm vermutlich in die Socke...

"Die ekeligen Entsorgungsmethoden möchte ich euch ersparen. Wie wär's [sic!] stattdessen mit etwas Kuriosem?"

Oh Gott ja, kurios ist... nett formuliert.

"Ich kenne Vertreter meiner Spezies, die versuchen, die Vorhaut über die Eichel zu ziehen, während sie kommen. Um so, wie bei einem Kondom, ein natürliches Reservoir zu bilden, das Sperma hält, bis es über einer Toilette/ leerem Latte-Macchiato-Becher/ saugfähigem Untergrund geleert werden kann. Genial oder?"

Nein, abartig und widerlich.

"Da sage noch einer, wir wären nicht reinlich."

Das ist nicht reinlich, davon bekommt man, und darauf verwette ich ganz viel Zeugs was wertvoll ist, eine perfekte Grundlage für reinstes Smegma.
Zudem bezweifel ich, dass das funktioniert... und ich sollte es wissen. Immerhin habe ich mehrere Jahre mit einer Vorhautverengung masturbiert. Also entweder man drückt sich die Vorhaut so fest zu, dass es weh tut oder... keine Ahnung was man da macht, ernsthaft.



Gemeinsamen

"Mit 15 hatten die meisten von uns noch keine Freundin, dafür aber viele Pornos. Die wurden natürlich zusammen angesehen."
Wait, what?

"Irgendwann saßen also vier oder fünf Jungs im elterlichen Wohnzimmer, alle mit einer riesigen Erektion."

Nein, hör auf zu schreiben... bitte (und so riesig kann die Erektion bei 15 Jährigen nun auch wieder nicht sein).

"Anfänglich verließ man die gute Stube, später onanierten wir unverholen nebeneinander. Wir nannten das praktisch, aber eigentlich war es unsere homoerotische Phase (offiziell zugeben würde das natürlich niemand, also bitte bloß nicht drauf ansprechen!)."

Weil als Mann zuzugeben, dass man Penisse eigentlich ziemlich geil findet, ist gar nicht okay. Man wäre dann ja schwul und schwul sein ist unter Männer ja sowieso voll das Stigma.


"Während dieses Masturbationsmarathons wurden auch absurde Spiele entwickelt"
"Wie oft pro Szene? Wer kommt am häufigsten auf den ganzen Film? Wann ist der erste Penis wund?"

...ich stelle mir gerade vier Jugendliche vor die sich auf einen Film mit Dolly Buster ganz heftig den Penis reiben... und zwar solange bis einer "Aua!" schreit weil sich die erste Hautschicht abschält...

"Was wir nie gespielt haben und nur in Benjamin Leberts Buch Crazy vorkommt: Kekswichsen. Warum auch? Wer will schon das Sperma seiner Freunde essen? Die erwachsene Version von Pimmelspielen ist im Übrigen die WQ (siehe Planwirtschaft).

Ich kenne das Buch nicht, aber bei Kekswichsen klingelt in meinem Kopf eine Assoziation.


Ersatzbefriedigung

"Die Welt ist ungerecht: Euch steht ein überragendes Sortiment zur Verfügung, um autonome Orgasmen zu bekommen. Wir haben eigentlich nur unsere Hand. Denn alles, was Männer in einem Sexshop kaufen können, ist erbärmlich. Luftmatratzen mit Mund und Anus oder einzelne Silikongenitalien sind einfach sowas von ungeil. Und irgendwie hat es auch immer etwas Absurdes, sich eine künstliche Vagina über den Penis zu stülpen. "

Nicht weniger absurd als das, was der gute Mann gleich vorschlagen wird...

"Deswegen suchen wir uns Alternativen, die nicht auffallen.
Der Klassiker, die Socke (die aber mehr Auffangbehältnis als Lustobjekt ist). Fortgeschrittene bumsen eine Klopapierrolle (okay, auch nicht besonders erotisch), Profis höhlen Gurken aus und legen sie kurz in den Ofen, um sie auf Körpertemperatur zu bekommen."

Aber klar, Gummipuppen sind absurd.

"Und wirklich perverse Profis füllen Thermoskannen mit handwarmen Hackfleisch, landläufig bekannt unter dem Namen "Fernfahrermuschi". Eklig, nicht?"

Fassen wir zusammen... Gummipuppen und andere Onanierhilfen für Männer sind ungeil und total absurd... aber wenn man eine ausgehölte Gurke oder mit Hackfleisch gefüllte Thermoskanne fickt ist das... eklig... aber geil und normal? Alter...

"Mittlerweile gibt es zum Glück eine kaufbare, künstliche, nicht perverse Alternative: die Travelpussy. So charmant wie ein Kondom, aus hautfreundlichem Material, wird sie mit warmem Wasser gefüllt und kann dann zum einmaligen Onanieren verwendet werden. Gibt es an jeder Tankstelle. Und das Beste ist: Sie funktioniert."

Und ist in keinster Weise so ungeil und absurd wie diese ganzen künstlichen Onanierhilfen die aus dem Sexshop kommen... moment... halt.
Ob da jemand für seine, vollkommen unabhängige und ähm... professionelle Meinung bezahlt wurde?

Und, liebe männliche Leser: Erkennt ihr euch in diesen gut gehüteten Männergeheimnissen wieder? Und liebe Leser allgemein: Werdet ihr je wieder ein Wesen mit Penis in eure Wohnung lassen?


Kommentare:

  1. Irgendwie scheine ich ebenso wie alle meine männlichen Freunde zu der Randgruppe zu gehören, die nie zusammen mit anderen Jungs masturbiert hat. O_o Gibt's den Autor wirklich oder ist er bloß eine Fantasiegestalt der Jolie-Redakteusen?

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  2. Okay, das war's. Ich werde gerichtlich durchsetzen, dem Autoren dieses Schwachsinns den Plural zu verbieten. Wenn der Kerl unbedingt so ekelhaft sein will, dann soll er doch. Aber er soll gefälligst aufhören so tun tun, als wären alle seine Geschlechtsgenossen so drauf. Auf der Autobahn des geistig gesunden und sozialverträglichen Verhaltens ist er der Geisterfahrer.

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  3. Erscheint mir nicht sehr repräsentativ.

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  4. Kill it! Before it lays eggs!

    Ist ja abartig was der Kerl für Freunde hat. Im Ernst jetzt: Wer tut so etwas?

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  5. Man fragt sich dann auch wieder: Wie würden die Reaktionen auf eine "So eklig sind wir Frauen eigentlich"-Artikelreihe in einem Männermagazin aussehen? Wahrscheinlich ähnlich, wie wenn man mal die ganzen Fremdgehtipps auf Männer umschreiben würde.

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  6. ist des ernsthaft ein Artikel in einer Zeitschrift gewesen? ich meine: WTF?!? O_O

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  7. Großer Gott, ich kann nicht mehr XD

    Der Artikel hat mir, meiner Familie und vermutlich den im Garten lungernden Nachbarn den Tag versüßt. Vielen, vielen Dank :D

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  8. Ich habe Angst.

    Zum Thema Crazy und Kekswichsen: der Mensch, der für die Jolie geschrieben hat, scheint das Buch Crazy selbst nicht gelesen zu haben. Da ich im Deutschunterricht gezwungen wurde sowohl das Buch zu lesen als auch den Film zu schauen, kann ich festhalten: die Beschäftigung Kekswichsen wurde für den Film dazugedichtet, im Buch ist keine Rede davon...

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  9. Ich kenn Kekswichsen hauptsächlich aus den Geschichten von Wehrdienstlern. Würd ich aber so einigen von denen durchaus zutrauen.
    Anders als der Autor das darstellt, geht's da ja nicht darum, selbst das Sperma von anderen Leuten essen zu wollen, sondern um die Schadenfreude, wenn irgendeine andere arme Sau das eklige (und wohl auch nicht ganz gesunde) Ding runterwürgen muss.

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  10. Glaubt der liebe Schreiberling das eigentlich selber? Und wie behämmert ist deren Chef so was abzudrucken?!
    Wollen die dicht machen und versuchen damit ihre Kundschaft los zu werden oder was soll das????

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  11. also wenn ich mich mal als Vertreter der männlichen Spezies äußern darf...das mit dem "Reservoir" geht. Mann ist ja kein Kärcher, der da durchschießt.

    Und Smegma...also bitte. Das kann man beim duschen beseitigen und gut is.

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  12. Ich weiß nicht was daran toll sein soll sich an einer durch den Fleischwolf gedrehten Leiche zu befriedigen.

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  13. „1/2: einmal an zwei Tagen in der Woche (kränklich).“

    Ja doch, zumindest, wenn man dem Kleinen Arschloch glaubt:

    „Als Faustregel gilt: 
Ein Mann kann pro Tag so oft ejakulieren (abspritzen), 
wie er Jahre alt ist. Liegen Ihre Werte darunter, 
sollten Sie sich Sorgen machen. 
Wahrscheinlich haben Sie Hodenkrebs.“

    Ich nehme mal an, auf dieses Niveau wollte der Schreiber des Jolie-Artikels wohl hinaus – nur ist dabei auch noch das letzte Quäntchen Humor verloren gegangen.

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  14. Ich versteh immer noch nicht, was so schwer daran sein soll, sich ein Papiertaschentuch, Zewa oder etwas Klopapier zu besorgen.

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  15. Ich glaube das schreibt kein Mann, sondern irgendeine Frau, die die absurdesten Gerüchte irgendwoher klaut und daraus dann immer einen Artikel schreibt. Niemand, der täglich in unmittelbarer Reichweite eines Mannes ist oder selber einer ist, kann diesen Quatsch glauben.

    Am meisten aber lässt mich das hier weinen:
    "Die Welt ist ungerecht: Euch steht ein überragendes Sortiment zur Verfügung, um autonome Orgasmen zu bekommen. Wir haben eigentlich nur unsere Hand."

    Ähm, nein? Himmel, jetzt hat man endlich mal herausgefunden, dass Frauen auch andere erogene Zonen haben als das Innere ihrer Vagina, jetzt fängt der ganze Quatsch für Männer von vorne an? Klar, abseits vom Penis ist der Mann gepanzert und empfindet keinerlei Berührung, erogene Zonen hat er keine! Ich möchte dem Autor einen Analdildo sehr, sehr fest an den Kopf werfen.

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    1. Aber das geht doch nicht. Wenn heterosexuelle Männer zugeben würden, dass ihnen eine Prostata-Stimulation durch Analverkehr gefällt, wären sie doch (laut der landläufigen Meinung, die ich kenne) "voll schwul" und schwul sein ist ja gleichzusetzen mit eklig, unmännlich und krank.

      Allgemein herrschte unter den Män... Jungs, die ich kannte die Meinung vor, dass eigentlich nur Vaginalsex und Oralsex in Ordnung ist. Dadurch beweist man doch, dass man voll der Pimp ist. Jede andere Praktik ist entweder uncool oder schwul.

      Der Hund liegt halt im Denken begraben. Sofern einige Männer sich sexuelle mal endlich öffnen könnten, würde so ein Schund garnicht produziert werden.

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    2. Klar, und wenn wir Sex mit Kindern legalisieren, regt sich auch keiner mehr auf, wenn zwölfjährige Mädels sich wie Nutten aufstylen oder dass der Wunsch nach Intimrasur bei seiner Partnerin ein Zeichen für pädophile Neigungen eines Mannes sei.
      Es gibt so einige merkwürdige Kausalketten.

      Und nebenbei: Ich kenne keinen Sackträger, der es nicht zugegeben hätte, schon mal im weiblichen Kakobunker gebort zu haben.

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    3. @Gendrek
      Solange "schwul" noch ein Schimpfwort ist werden wohl leider weniger Männer den Mut dazu haben, sich genauer damit auseinanderzusetzen.

      @Anderer Anonym
      >>Es gibt so einige merkwürdige Kausalketten.<<

      Ja, deine zum Beispiel. Auf welches Argument wolltest du jetzt wie antworten? Ich komme akut nicht dahinter? Oder wolltest du hier ernsthaft die Präferenz für Analsex mit der Präferenz für Pädophilie gleichsetzen?

      Ich muss mir doch mal einen Account hier machen... am Ende wird man mit anderen Anonyms in einen Topf geworfen...

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    4. Darauf, dass man anderen erklären soll, wie sie ihre sexuellen Neigungen und Präferenzen auszulegen hätten.

      Dieser ganze Gleichstellungsirsinn nimmt zuweilen die Züge von Gleichmacherei an. Mit all dem Gerede von sexueller Toleranz muss man ja das Gefühl haben sich schämen zu müssen, wenn man darauf beharrt, bei einem Sexualakt der einzige mit einem Penis zu sein. Wo zum Teufel bleibt das Recht auf "sorry, gefällt mir einfach nicht"? Bloß weil ich Transsexuelle nicht diskriminiere, hab ich ja wohl das Recht, keinen davon im Bett haben zu wollen.

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    5. >>Dieser ganze Gleichstellungsirsinn nimmt zuweilen die Züge von Gleichmacherei an.<<

      Das ist aber genau das, was dieser Artikel tut. Er erklärt Frauen, dass Männer sowieso nur über ihren Penis sexuell erregbar sind und wie hirnlose Volltrottel sowieso alles tun um sich einen von der Palme zu wedeln. Was du gerne magst oder nicht, ist ganz deine Sache und geht auch nur dich etwas an. Aber der Welt zu erklären, Männer hätten ja "leider nur ihre Hand" und wären deshalb "arm dran", ist, als würde man erklären, Frauen würden alle auf G-Punkt-Massage abfahren - es ist eine Lüge, weil es im Plural ist. Ist es denn so schwer, in einem Artikel nicht gleich Behauptungen aufzustellen, sondern in dem Fall einfach von sich selbst zu sprechen? Warum schreibt der von "Männern", wenn er aus seiner ganz persönlichen Sichtweise schreibt? DAS ist Gleichmacherei. Sie killt Vielfalt und die Ambition Neues auszuprobieren und herauszufinden, was man wirklich mag, selbst wenn das, was man wirklich mag, die Missionarsstellung ist. Man sollte keine Angst davor haben müssen, etwas auszuprobieren, Wünsche zu äußern und gemeinsam herauszufinden, wie man sein Sexualleben gestaltet. Das zwingt einen nicht dazu, etwas Neues ausprobieren zu müssen, sondern lässt einem die Möglichkeit offen, es zu tun, wenn man es wirklich will.

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    6. Hab ich vielleicht an irgendeiner Stelle behauptet, dass der Artikel NICHT völliger Rotz wäre? Und das ist keine Gleichmacherei, sondern stereotypisierung. "Männer sind so, Frauen sind so." Auch Schwachsinn, aber eine andere Art davon.

      Ich hab mich auf den Post von Gendrek bezogen. Diesen Analdildo-Unfug. Mal wieder um jeden Preis Grenzen einreißen müssen. Klasse. Also sorry, nach meiner Wahrnehmung ist es nicht wirklich hetero, wenn man als Mann darauf steht, sich einen reinschieben zu lassen. Nicht, dass irgendwas falsch daran wäre, schwul oder bi zu sein. Mich kotzt es nur einfach an, wie hier ständig Unterschiede eingerissen werden müssen, weil es ja ansonsten nicht möglich sei, Menschen zu unterscheiden.
      Newsflash: Alle Menschen sind verschieden. Aber ein paar Kategorisierungen sind allgemein oder exakt genug, um sinnvoll zu sein. Und manche Unterschiede existieren, ob man sich das jetzt eingestehen will oder nicht. Ein "ist doch fast das gleiche" ist MANCHMAL angemessen, aber nicht immer. Es GIBT Unterschiede. Männer ticken anders als Frauen, Blutgruppe A+ ist nicht 0-. Und wenn man versucht Leuten einzureden dass das nicht so wäre, riskiert man nur am Ende, alle unglücklich zu machen.
      Aber nur weil sie sinnvoll sind, heißt das doch nicht, dass man aus den Gruppen nicht ausbrechen oder neue definieren könnte. Eine Frau kann auch Männerberufe ergreifen und ein Mann Frauenberufe. Das Problem ist nicht die Definition, sondern die Nachteile - eine weibliche Informatikerin ist eine graue Maus, ein männlicher Kindergärtner ein Pädophiler. Genauso, wenn eine Lesbe auch auf Männer steht, ist sie eben keine Lesbe, sondern Bi. Das ist doch keine Wertung. Es hilft nur, mit ein paar Dingen sinnvoller umzugehen.

      Also: Als Individuum kann jeder so sein wie er lustig ist. Aber Kategorien haben auch ihre Berechtigung, solange das System nicht so steif ist, jede Frage binär zu formulieren. Wer behauptet, sich als Mann in den Arsch ficken zu lassen wäre hetero, oder eine Frau wäre nur ein Mann mit anatomischen Unterschieden und anderer Erziehung, der belügt sich selbst. Nur weil alle gleich wert sind, muss man sie nicht alle in die selbe Ecke quetschen.

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  16. http://www.deppenapostroph.info/apostrophitis/

    "Ein Apostroph kann dort gesetzt werden, wo das Pronomen “es” zu “s” verkürzt wird.
    Beispiele: Wie geht’s? Mach’s gut! Sag’s mir! Wenn’s weiter nichts ist. "

    Ich versteh's :P nicht. Kaum wird bekannt, dass man diesen und jenen Fehler macht (Stichwort: "Anna's Haus ist falsch und kommt aus dem bösen Englischen!!!") muss man alles meiden, was damit zu tun haben könnte. Stichwort: der übertriebene Gebrauch von "als" statt "wie" (auch wenn "wie" in einigen Fällen durchaus richtig wäre) und "Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod".

    Ansonsten: Dieses Thema wird ziemlich langweilig.

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    1. Neues Thema, hm? Wie wär's denn mal mit ner feministischen Sichtweise auf das hier? ^^

      http://www.spiegel.de/reise/aktuell/virgin-australia-und-qantas-maenner-duerfen-nicht-neben-kindern-sitzen-a-850229.html

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  17. @Anonymus

    ach, und die Definitionen der Kategorien bestimmst...du?! ^^
    Und wieso dürfen Männer keine anale Stimulation haben?

    Ich musste richtig lachen bei dem Artikel!
    Vielleicht versucht die Jolie nur ein paar Frauen zu Lesben umzupolen xD


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    1. Nein, die bestimme nicht ich. Die bestimmt der Konsens der Mehrheit. So funktionieren die meisten Definitionen nunmal. Genauso wie dieser idiotische Medien-Trend, jeden Drittweltversager mit eine Kalashnikov und ohne US-freundliche Agenda als "Terroristen" zu bezeichnen, vom Kongomilizionär bis zum Bankräuber. Es ist ein Mißbrauch des Wortes - NOCH! Aber wenn die Gesellschaft es irgendwann so annimmt, IST es eben die neue Definition des Wortes.

      Und ich sage nicht, dass Männer nicht auf anale Stimulation stehen dürfen. Ich sage nur, dass ich es albern finde, das dann nicht als "schwul" definieren zu wollen. Solange "schwul" eben nicht heißt "seltsam, perver, verachtenswert", sondern einfach nur "homosexuelle Praktiken".

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    2. Homosexualität und Analsex sind aber nicht miteinander kongruent, genausowenig wie Heterosexualität und vaginale Penetration. Wenn ein Mann einen Analdildo benutzt, kann er trotzdem rein auf Frauen stehen. Vermutlich Frauen, die wissen, wie man einen Analdildo benutzt, aber die werden auch nicht mystisch zu Männern. Von daher ist Analsex als "schwul" zu bezeichnen schlicht falsch.

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  18. Das hängt davon ab wie man es bewertet. Rein betrachtet biologisch ist Analsex - ebenso wie Oralsex - eine Sackgasse. Interessiert zwar keinen, beleuchtet aber ganz gut, wie ambivalent gewisse Einteilungen sind. Was nichts anderem Sinn ändert. Aber man kann nicht immer einwandfrei argumentieren, was denn wo einzuordnen sei. Manchmal geht es einfach nach Gefühl. Und die meisten Leute empfinden es eher so, dass der aktive Part bei einer Penetration der männlich und der passive Part der weibliche ist.
    Im Grunde sind es die Gefängnisregeln: die Schlampe ist nur der, der es reinbekommt.

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  19. Kurz zusammengefasst wie ich die Meinung einiger hier auffasse.
    Ich bekomm es gern in den Arsch, also bin ich schwul, mindestens.
    Meine Freundin lässt sich gern lecken, also ist die voll die Lesbe.
    Passiv sein ist weiblich.
    Aktiv sein ist männlich.

    Gut... dann lass ich schwuler Sack mich mal von meiner lesbischen Freundin, die eigentlich ein Mann ist, ordentlich mit einem Strap-On in den Hintern nehmen :A.

    Das ist so paradox, da könnte man das Universum gleich durch Null teilen.

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  20. "Schwule Praktiken mögen" und "schwul sein" ist nicht dasselbe.

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  21. Es erschreckt mich doch ein wenig wie eindimensional einige Argumente hier sind...
    Ein Mann der anale Stimulation mag ist also (vermeintlich) schwul auch wenn er auf Frauen steht? Eine Frau die gerne geleckt wird ist also (verkappt) lesbisch? Und was ist wenn sie auf Analsex steht ist sie dann schwul? (bewusst falsch genutzt)
    Diese Definition greifen so nicht. Eigentlich ist es ganz simpel. Heterosexuell ist wer sich sexuell zum anderen Geschlecht hingezogen fühlt, homosexuell ist wer das eigen Geschlecht bevorzugt und wer bisexuell ist mag *Überraschung* beide. Die Art und Weise wie wir unseren Körper mechanisch stimulieren können sagt rein gar nichts über unsere sexuelle Orientierung aus. Wer auf einen Teil davon verzichtet weil er sich z.B. vor dem leider immer noch negativ behafteten Schwulenbegriff fürchtet der tut mir leid, denn er/sie verwehrt sich selbst potentiell schöne Erfahrungen.
    Aggressivität und Dominanz sind männlich und Passivität und devot sein sind weiblich. Diesen Mist müssen wir auch mal langsam aus den Köpfen kriegen. Wer sowas behauptet hatte es noch nie mit einer Frau aus dem dominanten S/M Bereich zu tun^^.
    Hier gilt wie bei allem Anderen auch, was für den einen gilt muss für den anderen noch lange nicht stimmen. Ich für meinen Teil(männlich) stehe nicht auf anale Stimulation und bin hetero. Aber wer gibt mir bitte das Recht über jemanden zu Urteilen weil er obwohl er, z.B. heterosexuell ist und auf anale Stimulation steht. Kategorien sind durchaus nützlich da stimme ich meinen Vorrednern/-schreibern zu aber Sie müssen auch wertungsfrei sein sonst sind sie in meinen Augen unfair und taugen nichts.
    Achja den Satz "Bloß weil ich Transsexuelle nicht diskriminiere, hab ich ja wohl das Recht, keinen davon im Bett haben zu wollen." find ich etwas unglücklich formuliert aber er ist absolut richtig. Jeder hat egal wie sie/er geartet ist(wenns nicht gerade z.B. Pädophilie ist) das Recht sich zu verwirklichen und respektiert zu werden. Aber jeder ist anders und findet etwas Anderes gut oder schlecht und ein Nein ist jedem jederzeit erlaubt ohne sich mit mehr als "das gefällt mir einfach nicht" rechtfertigen zu müssen.

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  22. Muss ich mich nochmal wiederholen? "schwul sein" und "auf schwule Praktiken stehen" sind zwei Paar Schuhe.

    Außerdem ging es hier (mir zumindest) nicht um URTEILE, sondern nur um DEFINITIONEN. Definitionen werden entweder von Experten festgelegt, wenn wir uns in der Wissenschaft befinden... oder eben von der breiten Masse in jedem anderen Fall. Das Wort "Prolet" z.B. hieß früher ja auch was anderes als heute. Aber die Definition hat sich halt geändert. Sprache ist da ziemlich demokratisch.

    Achja, und "homo- und heterosexuell" sind im Grunde sowieso überholte Begriffe. Gerade WEIL es nur um Sex geht. Dass man für platonische Bindungen keine Präferenz braucht, ist - denke ich - unbestritten (auch wenn es die gelegentlich gibt... aber sie ist halt nicht nötig bzw. die Mehrheit ist in puncto platonischer Beziehungen halt "bi"). Aber in die sogenannte sexuelle Ausrichtung wirken auch ganz klar romantische Präferenzen mit rein. "Heterosexualität" bedeut ja nicht bloß "Er fickt nur das andere Geschlecht.", sondern auch "Es geht nur romantische Bindungen mit dem anderen Geschlecht ein."

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  23. Homosexuell= gleichgeschlechtlich, egal ob Definiton oder Wertung, wenn sich jemand anal stimuliert ist das nicht schwul, weil schwul ebenfalls definiert ist und zwar (für Männer) als homosexuell.
    Demnach haben deine Vorredner Recht, wenn sie deine Sichtweise kritisieren.

    Anale Stimulation ist demnach einfach eine andere Art der Stimulation :)
    Aber definitiv nicht schwul, weil schwul nicht die Definiton davon.

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