Ja, Herr, ich habe gesündigt. Also eigentlich nicht, weil, wo kein Herr, da keine Sünde. Oder so.Ich bin nicht religiös, in keine Richtung. Ich respektiere aber Leute, die ihre jeweilige Religion leben wollen, solange sie damit niemandem auf den Sack gehen. Recht einfach eigentlich. Allerdings gibt es auch Leute, die diese Einstellung nicht teilen. Fundamentalistische Christen, so als Beispiel.
In den letzten Tagen hatte ich viel Spaß und Freude mit ihnen, denn: Sie haben das Internet für sich entdeckt. Um ihre Botschaft und Warnung zu verbreiten. Und das meiste davon liesst sich...Nunja, schwer verdaulich, um es vorsichtig auszudrücken. Und was könnte man da besser machen, als diese Freude mit euch zu teilen? In mehreren Teilen, natürlich, dass ihr nicht NUR von netten Männern auf WQ lesen müsst. Also, da springt für alle ein Vorteil raus!
Heute soll es mir um eine Broschüre aus dem Gotteshand-Bestand gehen (der heisst so!). Geschrieben wurde sie von Melody Green, einer Seelsorgerin. Und die findet klare Worte. Und dazu höre ich "Vagina (Three Point One Four)" von der Bloodhound Gang. Perfekt. Wie auch immer.
"Freundschaft oder Ehe mit einem Ungläubigen"
Los gehts!
Mh, schon die ersten Sätze zeigen uns, wo es langgeht: Wahre Liebe? Fuck it, wenn dein Zukünftiger nicht gottesfürchtig ist oder sogar einen eigenen Willen hat, dann wird das nix. Warum? Weil Gott über der Welt steht. Irgendwie. Also, wenn er wirklich so gnädig ist, dann sollte es ihm doch eigentlich wurscht sein, mit wem die betreffende Seele rumvögelt, oder?
Stimmt, mit Ungläubigen sollte man gar nicht reden! Als sei es in Ordnung, mit einem Menschen auszugehen, der Gott nicht gern hat! Warum eigentlich nicht? Weil jede Verabredung potenziell zur Ehe führt. Dann sollte man als gute Christin aber auch nicht aus dem Haus gehen, weil man ja eventuell von einem Klavier getroffen werden könnte...Wait.
Nunja. Warum eigentlich diese Fixierung aufs Heiraten, was auch definitiv nur mit einem Christen zu geschehen hat? Achso, Werte. Vergessen. Aber gehen wir mal davon aus, der Eheaspirant hätte behauptet, er wäre jetzt ein braver Christ, könne man denn nun zum Koitus übergehen? Nix da!
Zuerst muss natürlich noch um Erlaubnis gebettelt werden. Ganz schön schwierig dafür, dass er doch allwissend und allmächtig ist, wenn er diesen einen Menschen für einen herausgesucht hat, warum soll man dann denn nochmal nachfragen, ob das nun WIRKLICH okay ist, wenn er mal eindippt? Und Außerdem: Wie sieht so eine ausdrückliche Erlaubnis von Gott eigentlich aus?
Ja, und sowas passiert, wenn man jetzt einfach so einen heiratet, der nicht Christ ist! Tja, das ist halt der Nachteil, wenn man zum Sex einen Trauschein braucht. Es ist so furchtbar kompliziert die Sache wieder zu beenden. Und auch wieder: Wenn das ganze von Gott in seinem Schicksalsplan so geplant war, warum dann Scheidungen verbieten?
Echt mal, Selbstbestimmung ist total unsexy. Bringt die echt nur deswegen keine Menschen um, weil Gott das irgendwie uncool fände?
Also, liebe Leserlein? Was haltet ihr davon? Oh, das war noch nicht alles. Wir kommen noch zur Kindererziehung, den Geheimnissen der richtigen Partnerwahl und der richtigen Ausführung des Geschlechtsakts (nämlich gar nicht).
Was haltet ihr davon? Kommt ihr auch in die Hölle? Und was halten die religiösen Mitleser davon, dass ich Ungläubige nach dem Tod laut eurer Logik ins selbe Jenseits kommen werde? Muss sich doch ziemlich doof anfühlen, oder?
Yeah, xx






































